Viral-Update

"Trauma Porn": Im makaberen TikTok-Trend spielen User verstorbene Holocaust-Opfer im Himmel

Ein TikTok-Trend macht Schlagzeilen, der unter dem Namen "Trauma Porn" viral geht und die Nutzer dabei zeigt, wie sie verstorbene Holocaust-Opfer im Himmel spielen.

Trauma Porn TikTok-Trend
Auf TikTok-Video spielen User verstorbene Holocaust-Opfer Foto: TikTok

TikTok-Trend "Trauma Porn"

Auf TikTok tauchen immer mehr Videos auf, auf denen Menschen erzählen, wie sie im Holocaust gestorben sind. Sie tragen Make-up, das Verbrennungen oder Blutergüsse imitiert, und erklären dabei, wie sie in von den Nazis geführten Todeslagern gestorben sind. In anderen Videos sieht man auch das Konzentrationslager in Auschwitz im Hintergrund.

Die Videos sind unter anderem mit den Hashtags #Holocaust, #HolocaustChallenge und #Heaven (Himmel) versehen und erreichen somit Millionen Menschen in aller Welt.

Die Intention hinter den Videos

Die Intention hinter diesen Videos mag eine positive sein, doch geht dieser Trend einen sehr unpassenden Weg, um sich dem äußerst komplexen und emotionsgeladenen Thema des Holocaust zu nähern.

Ein 17-jähriges Mädchen aus New Jersey, das unbenannt bleiben möchte, erzählt Insider, dass sie in ihrem TikTok-Video vorgab, ein Holocaust-Opfer zu sein, um "Menschen zu erziehen", und weil sie das Gefühl hatte, es sei "wichtig, diese Geschichten zu teilen."

"Es war nie beabsichtigt, beleidigend zu sein." Mittlerweile hat sie ihr Video gelöscht.

Klare Worte der Kritik

Im Netz verursacht dieser TikTok-Trend, der "trauma porn" betitelt wurde, eine Welle der Empörung. Viele sehen in diesen Videos nicht mehr als eine Beleidigung der Geschichte, der Millionen Opfer und ihrer Familien.

"Es macht mich krank zu sehen, wie sich über den Völkermord an Millionen Juden und anderer marginalisierter Gruppen lächerlich gemacht wird", macht eine Twitter-Userin ihrem Ärger Luft.

Auch eine andere Twitter-Userin findet klare Worte: "Können wir jetzt bitte aufhören, Holocaust-Videos auf TikTok zu machen? Es grenzt geradezu an Antisemitismus, und alle lassen das einfach zu."