News-Update

Bangladesch führt Todesstrafe für Vergewaltiger ein

Es ist eine rundum brisante Nachricht, die gleich zwei extrem brutale Themen miteinander verknüpft: Vergewaltigung und Todesstrafe. Nachrichten aus Bangladesch.

Proteste gegen Vergewaltiger in Bangladesh
Proteste gegen Vergewaltiger in Dhaka, Bangladesh Foto: Getty Images / Munir Uz Zaman

Todesstrafe für Vergewaltigung

Die Regierung in Bangladesch sieht sich bereits seit Wochen anhaltenden Protesten gegen eine durch das Land schwappende Vergewaltigungswelle ausgesetzt. Jetzt hat sie reagiert und ein Gesetz verschärft.

Bisher sieht die Rechtsprechung in dem südostasiatischen Land für rechtskräftig verurteilte Vergewaltiger eine lebenslange Freiheitsstrafe vor. Die wurde nun um die Option der Todesstrafe erweitert.

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Opfer werden stigmatisiert

Das Problem um dieses scheussliche Thema ist ein gesamtgesellschaftliches. Viele Vergewaltigungsopfer würden ihre Peiniger gar nicht erst anzeigen, da sie eine soziale Stigmatisierung fürchten.

Dazu kommt, dass die angezeigten Fälle selten entschlossen und mit aufklärerischer Konsequenz vorangetrieben würden. Opfer beklagen, dass Täter nur sehr selten verurteilt würden.

Präsidiale Erklärung

Nun lässt der Justizminister des Landes durchblicken, dass es für Dienstag, den 13.Oktober 2020 eine Erklärung vom Präsidenten höchstselbst zu dieser Thematik geben wird. Anschließend tritt die Gesetzesänderung unmittelbar in Kraft.

Ausgelöst hat die Proteste ein Video, das eine Vergewaltigung zeigen soll und ins Internet gelangte. Dort ging es viral. Mittlerweile hat die Polizei acht Personen festgenommen.