Die WHO schlägt Alarm Todes-Virus aus Asien auf dem Weg nach Europa - und es gibt kein Heilmittel

Michael | Männersache 30.05.2018

Sie gehörten schon immer zur Geschichte der Menschheit und sind so alt wie das Leben selbst – Viren. Und man kann ihnen nicht einmal vorwerfen, dass sie so sind wie sie sind. Vor etwa dreieinhalb Milliarden hielt das Leben Einzug auf unserem  Planeten und seit etwa der gleichen Zeit docken Viren auf Lebewesen an.

Mittlerweile hat sich die selbsterklärte Krönung der Schöpfung auf der dünnen Kruste dieser blauen Murmel etabliert und fragt sich, ob die kleinen Viecher, die die Wissenschaft nicht direkt als Lebewesen definiert, sondern nur als dem Leben nahestehend, dann jetzt bitte mal den Betrieb einstellen könnten.

Antwort: Nein. Viren sind nach wie vor sehr erfolgreich im Besiedeln von echten Lebensformen. Und dank Platzmangel, unzureichender Hygiene und dem explodierten Flugverkehr denken sich die Kleinen "Bingo, bessere Verbreitungsmöglichkeiten hatten wir noch nie!" Und vor lauter Freude mutieren sie lustig vor sich hin.

Virus

Die tödlichsten Krankheiten der Welt

Die neueste Variante, die sich jetzt auch, aus Asien kommend, in Europa vorstellt, ist das sogenannte Nipah-Virus. Die WHO (World Health Organisation, also Weltgesundheitsorganisation) stuft den Erreger als einen der gefährlichsten der Welt ein und schließt schwere Epidemien nicht aus.

In Indien hat das Virus bereits 100 Personen befallen und zehn von ihnen getötet. Die WHO geht allerdings von einer deutlich höheren Sterberate von etwa 70 Prozent aus. Der erste Todesfall trat vor etwa zwei Wochen auf, als eine Familie im Bezirk Kozhikode einen toten Flughund in ihrem Brunnen fand.

Bekannt ist der Erreger seit 1998, als sich im malaysischen Nipah (daher der Name) Dorfebwohner bei Schweinen ansteckten. Seither hat die WHO 500 Fälle dokumentiert, von denen etwa die Hälfte tödlich endete.

 

Infizierte Menschen leiden unter Fieber, Atemwegserkrankungen und tödlichen Hirnhautentzündungen. Aktuell gibt es weder eine Impfung noch wirkungsvolle Behandlungsmethoden.

Auch deshalb mahnt die WHO eine bessere Erforschung des Erregers an. Denn es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Virus auch an die Pforten von Europa und Deutschland klopft.

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