Zum Abschuss freigegeben

Thüringen: Wolfsmischlinge sollen getötet werden

In Thüringen sind sechs Wolfmischlingswelpen geboren worden, die getötet werden sollen (wir berichteten). Doch damit ist dem Artenschutz offenbar immer noch nicht Genüge getan ...

Symbolbild für Wolfsmischling
Symbolbild für Wolfsmischling Foto: iStock/Lynn_Bystrom

Auf dem Truppenübungsplatz im Landkreis Gotha in Erfurt lebt eine Wölfin. Die hat kürzlich sechs Wolfsmischlinge bekommen. Aufnahmen zeigten sie beim Streifzug durch ihr Revier, gab das Thüringer Umweltministerium bekannt und ergänzte, dass die Jungtiere Hybride seien - also eine Mischung aus Wolf und Hund.

Da so ein Gen-Mix die Wolfspopulation gefährden könne, sollen die nun fünf Monate alten Wolfsmischlinge, zwei Männchen und vier Weibchen, getötet werden.

Die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) hatte zu diesem Schritt geraten.  Eine endgültige Entscheidung zu den Wolfsmischlingen steht allerdings aus. Denn noch hat das Landesverwaltungsamt nicht seine Zustimmung zu dem Sonderantrag des Umweltministeriums auf "Entnahme"" der Jungtiere gegeben.

Im Internet laufen Tierfreunde derweil Sturm gegen die geplante Tötung der Wolfsmischlinge. Sie fordern eine einfache Kastration der Tiere. Eine Online-Petition brachte mehr als 10.000 Unterschriften zusammen.

Ganz anders sieht das ein ansässiger Landwirt und fordert, auch die Mutter zu erschießen. Er habe nämlich bereits 39 Schafe, knapp die Hälfte seiner Herde, an die Wölfin und ihre Junge verloren, berichtet das Frauenportal Wunderweib.