Unendliche Weiten

Tesla-Millionär Musk plant visionäres Weltraum-Abenteuer

Elon Musk ist immer für eine Überraschung gut. Und dabei scheint es, dass Visionäres ihm besser liegt als graue Alltagsarbeit.

Elon Musk und seine Vision von einer bemannten Mars-Mission
Elon Musk und seine Vision von einer bemannten Mars-Mission Foto: iStock / YMZK-photo / dottedhippo / Bill Pugliano (Collage Männersache)

Während er als Tesla-Chef unwirsch mit Journalisten umgeht und sich über deren Fragen aufregt, was einen dramatischen Kursrutsch für sein Auto-Unternehmen nach sich zog, blüht er regelrecht auf, wenn es um seine Weltraumaktivitäten geht.

Dann ist nichts abgefahren genug. Wir erinnern uns an Starman, den Astronauten, der nur aus seiner Anzughülle besteht und in einem Tesla Roadster jetzt durch unser Sonnensystem fährt, mit "Space Oddity" auf dem rechten und "Is there Life on Mars?" auf dem linken Ohr. Need to say more?

Jetzt plant Musk mit seinem Weltraumunternehmen SpaceX den nächsten großen Coup: Zunächst ist eine unbemannte Mission zum Mars für 2022 vorgesehen und dann wird in die Vollen gekegelt.

Geplant ist eine neue, riesige Rakete, die "Big Falcon Rocket". Laut Musk soll sie gigantische Abmessungen haben.

Auf eine etwa 64 Meter hohe Rakete wird eine nochmal etwa 52 Meter hohe Raumkapsel gesetzt, die – und jetzt kommt’s – Passagiere in einem sechsmonatigen Flug zum Mars bringen wird.

Als eine Art Testflug wird dabei zunächst ein Flug um den Mond herum in eben jenem neuen Monster-Raumschiff geplant. Genannt werden soll es BFR, was für „Big Falcon Rocket“ steht.

Zwei Jahre nach dem unbemannten Flug soll es dann so weit sein: 2024 ist der bemannte Flug zum Mars angedacht.

Die Abmessungen der kühnen Konstruktion könnten dabei etwa 150 Tonnen Nutzlast und bis 100 Passagiere aufnehmen.

Buzz Aldrin dürfte angesichts solcher Zahlen sicherlich die Kinnlade herunterfallen, denn er und seine Kollegen Armstrong und Collins sind 1969 in einer Sardinenbüchse zum Mond durchgestartet.

Ob das Ganze tatsächlich so spektakulär umsetz- und ausführbar ist, sei dahin gestellt. Es wäre auch nicht das erste Mal, dass Elon Musk seine sehr ambitioniert gesetzten Zeitpläne nach hinten verschieben muss.

Aber eins steht fest: Seine Rakete fliegen schon mal. Man darf also gespannt sein, ob er es nicht doch tatsächlich schaffen könnte. Vielleicht etwas später als geplant, aber wen interessiert das schon?

Go, Elon, go!