Ratgeber Tattoo pflegen: Was du nach einer Tätowierung beachten musst

Redaktion Männersache 14.06.2018
Tattoo wird gestochen
© iStock / draganab

Ein neues Tattoo richtig zu pflegen lässt es nicht nur am Ende besser aussehen, sondern kann auch einer Infizierung vorbeugen. Tipps und Tricks, die du nach einer Tätowierung beachten musst.

Tattoos sind heute ein Statement, eine Lebenseinstellung, gelegentlich auch Rebellion gegen die Werte des Elternhauses. Was auch immer der Grund – und das Motiv – fürs Tattoo ist, wichtig ist die richtige Pflege nach dem Stechen.

 

Tattoo pflegen: Was du nach einer Tätowierung beachten musst

Tattoo richtig verbinden

Das Tätowieren fügt der Haut Verletzungen zu. Das frische Tattoo muss daher als eine Art oberflächliche Wunde betrachtet werden, die entsprechend versorgt werden muss. Das Ziel muss sein, die Wunde heilen zu lassen und eine Infektion zu vermeiden.

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Bei einem neuen Tattoo kommt es zum Austreten von Wundsekret, das wiederum zur Bildung einer Kruste führt. Um das Sekret aufzufangen, kann das Tattoo mit einem luftdurchlässigen, trockenen und sterilen Verband umwickelt werden. Nach ein bis zwei Tagen kann der Verband abgenommen werden.

Manchmal wird das neue Tattoo auch mit Frischhaltefolie bedeckt. Das ist suboptimal, da sich darunter Feuchtigkeit und Wärme ansammeln, die die Bildung einer feuchten Wundkammer begünstigen.

Tattoo entsprechend eincremen

Auch noch Tage nach dem Stechen sollte das Tattoo mit geeigneten Salben oder Cremes, die es entweder direkt beim Tätowierer oder in der Apotheke gibt, gepflegt werden. Die Salbe in den ersten vier Tagen etwa alle vier Stunden vorsichtig und in kleinen Mengen auf den neuen Körperschmuck auftragen. In den nächsten drei Tagen die Creme dann seltener, aber mindestens dreimal am Tag verwenden.

Aber Achtung: Bei einem zu großzügigen Auftragen der Creme kann die Haut aufweichen und zu einem Farbverlust und unattraktiven Pusteln führen.

Tattoo nicht waschen

Das frische Tattoo braucht in den ersten Tagen Ruhe und Trockenheit. Ausflüge ans Meer, Vollschaumbäder und ähnliches sollten vermieden werden. Die gestochene Stelle höchstens kurz mit klarem Wasser abwaschen und anschließend vorsichtig mit einem trockenen Tuch abtupfen. Andernfalls droht ein Farbverlust des Körperschmucks.

Beim Waschen des Tattoos auf keinen Fall Seife oder andere parfümierte Pflegeprodukte verwenden.

 

Hygiene schützt vor Infektionen

Auch wenn die Versuchung groß ist, das neue Tattoo am besten nicht anfassen und schon gar nicht von Anderen anfassen lassen. Bei jeder Berührung kann es zu einer Übertragung von Krankheiten kommen. Wie bei jeder Wunde können Infektionen, Hautreizungen oder Narbenbildungen auftreten.

Keine Tattoos unter freier Sonne

Tattoos und Sonne sind aus zweierlei Gründen keine guten Freunde. So können die UV-Strahlen der Sonne ein Verblassen der Farben zur Folgen haben. Darüber hinaus ist wunde Haut besonders angreifbar, was zu einem raschen Sonnenbrand führen kann – Sonnencreme kann ja auf die frische Tinte nicht aufgetragen werden. Selbstverständlich sollten in den Tagen nach dem Stechen die Solarienbesuche eingestellt werden.

Auf Sport verzichten

Besuche im Fitnessstudio und jede körperliche, schweißfördernde Aktivität sollte vermieden werden. Und auch auf das Schwitzen in der Sauna sollte man in den ersten Tagen nach dem Tätowieren verzichten.

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