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News-Update

Taliban sprechen offizielle Wahlempfehlung für Donald Trump aus

Donald Trump bekommt für die bevorstehenden Wahlen zum US-Präsidenten Zuspruch von einer unerwarteten und unwillkommenen Seite: den Taliban.

Donald Trump
Donald Trump geht nach seiner Corona-Erkrankung wieder auf Stimmenfang Foto: imago images / ZUMA Wire

Taliban wollen Donald Trump als US-Präsidenten behalten

Die Terrororganisation Taliban hat laut CBS News eine offizielle Wahlempfehlung für den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump abgegeben. Zabihullah Mujahid, ein Sprecher der Taliban, bekundete in einem Telefoninterview mit dem Nachrichtensender Sympathien für Trump.

"Wir glauben, dass Trump die bevorstehenden Wahlen gewinnen wird, weil er sich als Politiker erwiesen hat, der alle wichtigen Versprechungen erfüllt hat, die er dem amerikanischen Volk gemacht hat [...] Wir glauben, dass die Mehrheit der amerikanischen Bevölkerung die Instabilität, das wirtschaftliche Versagen und die Lügen der Politiker satt hat und Trump wieder vertrauen wird, weil er die Situation im Land kontrollieren kann. Andere Politiker, darunter Biden, singen unrealistische Parolen."

Der Sprecher der Trump-Kampagne, Tim Murtaugh, sagte am Samstag, den 10. Oktober, dass sie die Unterstützung der Taliban "ablehnen". "Die Taliban sollten wissen, dass der Präsident die amerikanischen Interessen immer mit allen erforderlichen Mitteln schützen wird", sagte Murtaugh.

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Der Hintergrund

Die Unterstützung und Wahlempfehlung für Donald Trump wird motiviert von dem Wunsch der Taliban, dass die Vereinigten Staaten ihre militärische Präsenz in Afghanistan nach 19 Jahren Krieg beenden.

Mittlerweile gibt es in Afghanistan weniger als 5.000 US-Soldaten, und der nationale Sicherheitsberater Robert O'Brien hat angekündigt, dass die Zahl Anfang 2021 auf 2.500 sinken wird.

Die Trump-Regierung unterzeichnete im Februar einen historischen Pakt mit den Taliban, in dem die USA und ihre Verbündeten einen Zeitplan für den Rückzug der US-Truppen bis zum Frühjahr 2021 festlegten. Der Pakt sieht vor, dass die Taliban mit Al-Qaida brechen und ein Abkommen über die Aufteilung der Macht aushandeln mit Rivalen der afghanischen Regierung.

Währenddessen geht die Gewalt weiter: Vom 1. Januar bis 30. Juni dieses Jahres dokumentierte die Hilfsmission der Vereinten Nationen in Afghanistan (UNAMA) 2.176 zivile Verletzungen und 1.282 zivile Todesfälle aufgrund des ungebrochenen Konflikts im Land.

"Ein vernünftiger und weiser Mann"

"Der Slogan Trumps macht von Anfang an klar, dass die USA keine Weltpolizei sind und nicht die eigene Flagge und Hymne für den gesamten Globus wollen; ihre Priorität ist Amerika", sagte Mujahid.

"Wenn die USA in anderen Ländern nicht eingreifen, sind sie unserer Meinung nach im Vergleich zu einer aggressiven Position weniger Bedrohungen ausgesetzt. Trump verfolgt diesbezüglich eine konkrete Politik, die für Amerika besser ist."

Ein hochrangiges Mitglied der Taliban lobte die Ehrlichkeit des Präsidenten. "Ehrlich gesagt war Trump viel ehrlicher mit uns als wir dachten. Trump mag für den Rest der Welt lächerlich sein, aber er ist ein vernünftiger und weiser Mann für die Taliban."