Keine Ausgabe mehr an junge Männer Nach Essener Tafel: Weitere Hilfseinrichtung schließt die Pforten für Ausländer

Michael | Männersache 02.03.2018
Tafel-Ausgabe
© Getty Images / Anne-Christine Poujoulat

Eine weitere Tafel macht die Schotten dicht für eine gewisse Klientel. In Marl werden keine alleinstehenden Männer mehr bedient. Begründet wird dieser Schritt damit, dass nicht mehr genügend Ware vorhanden ist.

Das Hauptaugenmerk werde deshalb auf Familien und Rentner gelegt. Die neue Regelung betrifft in der Praxis hauptsächlich ausländische Männer, weswegen auch hier der Vorwurf des Rassismus im Raum steht.

Dem widersprechen die Betreiber der Marler Tafel. Es würde niemandem aufgrund seiner Nationalität der Berechtigungsausweis für Lebensmittel entzogen. Auch deutsche Männer seien von der Regelung betroffen.

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Die Abweisung ist allerdings nicht permanent. Abgewiesene Antragsteller werden darauf hingewiesen, dass sie alle vier Wochen wieder nachfragen können.

Der gemeinnützige Verein "Die Tafel" sammelt in Standorten bundesweit überschüssige, qualitativ einwandfreie Lebensmittel und verteilt diese an sozial und wirtschaftlich Benachteiligte. Jeder, der Hartz IV, Wohngeld oder Grundsicherung erhält, wird als Tafel-Kunde aufgenommen – sofern ein Platz frei ist. In Essen versorgt die Tafel 6.000 Menschen.

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