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Experte sicher: Supervulkan kurz vor Ausbruch

Ein sogenannter Supervulkan steht laut Experten-Meinung kurz vor dem Ausbruch.

Long Valley Caldera
Sonnenuntergang im Long Valley Caldera Foto: iStock / CampPhoto

Als "Supervulkan" bezeichnet man die größten Vulkane der Welt, die bei Ausbruch nicht einfach Feuer in die Luft speien. Stattdessen explodieren sie und reißen dabei gewaltige Löcher in die Erde.

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Diese nennt man eine Caldera - und der Durchmesser solcher Löcher kann bis zu hundert Kilometer betragen.

Ausbrüche von Super-Vulkanen werden demnach gefürchtet. Wie das Wissensmagazin "Scinexx" berichtet, treten diese zwar heftig, dafür jedoch äußerst selten auf - im Schnitt alle 100.000 Jahre. Laut einem US-Forscher könnte es jedoch bald wieder soweit sein.

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US-Forscher rechnet mit Ausbruch

Der Super-Vulkan Long Valley Caldera im kalifornischen Gebirge Sierra Nevada ist vor 760.000 Jahren das letzte Mal ausgebrochen.

Während einer Untersuchung des vulkanischen Gebiets wurden Daten gesammelt, um das Gefahrenpotenzial des Vulkans einzuschätzen. Die Ergebnisse wurde im Jahr 2018 in der Fachzeitschrift "GeoScienceWorld" veröffentlicht. Demnach verzeichneten die Wissenschaftler:innen eine "beträchtliche" Mengen an Magmaschmelz unter dem Krater.

Mittlerweile weisen weitere Anzeichen auf einen möglichen Ausbruch des Supervulkans hin. Der US-Forscher Rob Nelson sagte in der Dokumentation "Secrets of the Underground" eine zeitnahe Eruption des Vulkans voraus. Dafür würden unter anderem Rauchsäulen sprechen, die aus dem Boden aufstiegen.

Globale Folgen

Im Gespräch mit der Plattform "Travelbook" erklärt der Geophysiker Birger-Gottfried Lühr vom Deutschen Geoforschungszentrum, dass man bei einem Ausbruch wie vor 760.000 Jahren mit globalen Auswirkungen rechnen müsse. Der Wissenschaftler bezweifelt jedoch einen so zeitnahen Ausbruch. Lühr sagt:

"Die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruches in den nächsten Jahren ist, unter der Voraussetzung, dass sich Aktivitätsparameter wie Seismizität, Deformation, Entgasung etc. nicht ändern, als eher gering einzuschätzen."

Damit bestätigt er die Einschätzung anderer Wissenschaftler wie die von Ashton Flinders vom US Geological Survey. Dieser erklärte 2018, dass das Magma-Reservoire zwar genügend Schmelze für eine Super-Eruption zu sorgen. Allerdings sähen er und seine Kollegen keine unmittelbare Gefahr:

"Dieses Volumen und der relativ hohe schmelzflüssige Anteil besagen noch nicht, dass dieses Magma auch eruptierbar ist", sagt er. "Ebenso wichtig ist es, wie das Magma innerhalb des Reservoirs verteilt ist etwas, das wir mit unserer Tomografie mangels Auflösung nicht ermitteln können."

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