Viral-Update

Angestellter stirbt im Supermarkt - Reaktion der Kollegen schockt die Welt

Unglaubliche Szenen in einem brasilianischen Supermarkt: Ein toter Angestellter wird notdürftig bedeckt, um die Abläufe nicht zu gefährden.

Regenschirm über einem Leichnam in Supermarkt
Regenschirme bedecken Leichnam in einem Supermarkt in Brasilien Foto: Twitter/The_Real_Fly

Supermarkt bedeckt toten Angestellten mit Regenschirmen

In einem Supermarkt in der nordbrasilianischen Metropole Recife verstirbt ein Mitarbeiter während seiner Arbeitsschicht. Seine Kollegen wissen sich anschließend nicht anders zu helfen, als den Verstorbenen mit Regenschirmen abzudecken - damit die Kunden des Marktes weiter ungestört einkaufen können. Der Fall sorgt nun nicht nur in dem südamerikanischen Land für Entsetzen.

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Ahnungslose Kundschaft

Manoel Moisés Cavalcante stirbt am 14. August 2020 im Carrefour-Supermarkt in Recife an einem Herzinfarkt. Erste-Hilfe-Maßnahmen bleiben erfolglos, Cavalcante kann nicht wiederbelebt werden. Anstatt jedoch den Laden zu schließen, damit der Leichnam angemessen abtransportiert werden kann, stellen die Mitarbeiter drei große Regenschirme und mehrere Kisten um die Leiche herum auf, um sicherzustellen, dass die Kundschaft nichts merkt, wie Unilad berichtet.

Die ahnungslosen Kunden drehen weiter ihre Runden durch den Supermarkt, bevor ein Bestattungsunternehmen den Leichnam abholt.

Bilder des schockierenden Vorfalls wurden diese Woche in den sozialen Medien verbreitet, wo Carrefour für seinen Umgang mit der Situation massiv kritisiert wird.

Statement des Supermarktes

Nach der Kritik entschuldigt sich Carrefour für die Art und Weise, wie die Situation gehandhabt wurde, und erklärt via Twitter, die Anweisungen der Notfallhelfer lauteten, den Körper nicht zu bewegen.

In einer Erklärung heißt es: "Carrefour entschuldigt sich für die unangemessene Art und Weise, wie es mit dem traurigen und unerwarteten Ableben von Herrn Moisés Santos, Opfer eines Herzinfarktes, im Geschäft in Recife umgegangen ist. Das Unternehmen machte einen Fehler, als es den Laden nicht sofort nach dem Vorfall schloss, und fand auch nicht den richtigen Weg, um die Leiche von Herrn Moisés Santos zu schützen.

Wir bekräftigen, dass wir, sobald sich der Verkaufsförderer krank fühlte, die erste Hilfe geleistet und SAMU aktiviert haben, wobei wir alle Protokolle für eine rasche Hilfeleistung befolgt haben. Nach dem Tod befolgten wir die Anweisung, die Leiche nicht von dem Ort zu entfernen."

Was ist SAMU?

SAMU ist die französische Abkürzung für Service d’Aide Médicale Urgente, übersetzt: medizinischer Notfallhilfsdienst.

Der Begriff wird vor allem in französisch-, portugiesisch- und spanischsprachigen Ländern verwendet, wie zum Beispiel in Frankreich, Luxemburg, der Schweiz, Belgien sowie Argentinien und Brasilien.

Carrefour wiederholt auch, dass es die Richtlinien für Mitarbeiter für seltene Situationen, wie z.B. die obligatorische Schließung des Ladens, geändert hat - mit dem Ziel, mehr Sensibilität und Respekt zu vermitteln. "Wir werden uns weiterhin mit der Familie von Herrn Moses in Verbindung setzen, um Sie in dieser schwierigen Zeit in allem, was notwendig ist, zu unterstützen und Ihnen unser Mitgefühl auszusprechen."

Das französische Unternehmen Carrefour gilt als eine der größten Einzelhandelsketten in Brasilien.