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"Corona-Kriegsgebiet": Südkorea kämpft plötzlich mit 3. Welle

Südkorea galt lange als Land, welches vorbildlich mit der Corona-Pandemie umgegangen ist. Jetzt kämpfen die Menschen dort auf einmal mit der 3. Infektionswelle.

Frau wird auf Corona getestet
In Südkorea wütet aktuell das Coronavirus Foto: GettyImages/ ED JONES

Vor einigen Wochen noch unvorstellbar, gilt Südkorea aktuell als "Corona-Kriegsgebiet".

Das ostasiatische Land kämpft derzeit mit der dritten Infektionswelle. Seit Anfang Dezember wütet die heimtückische Lungenkrankheit erneut vor allem in der Hauptstadt Seoul. Dort droht wegen der dramatischen Lage die Schließung von 30.000 Karaoke-Bars.

In der Stadt sind zudem überall Plakate mit Warnungen wie "Wir müssen aufhören, bevor Covid-19 alles stoppt" zu sehen. Absender: Das Gesundheitsministerium Südkoreas.

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Südkorea kämpft plötzlich mit 3. Welle

Die Fallzahlen steigen seit einigen Tagen dramatisch, obwohl es im Frühjahr und Sommer so aussah, als habe Südkorea die Pandemie weitestgehend unter Kontrolle gebracht.

Viele Kritiker der von der deutschen Bundesregierung angeschobenen Anti-Corona-Maßnahmen verwiesen immer wieder auf den schwedischen Sonderweg - oder eben auf Südkorea mit seiner rigiden Kontaktnachverfolgung.

Beide einst für ihren Umgang mit der Krise gepriesenen Staaten werden nun von der bitteren Realität eingeholt.

Das sagt Gesundheitsminister Park Neung Hoo

Südkoreas Gesundheitsminister Park Neung Hoo hat den Großraum Seoul jüngst gar als "Corona-Kriegsgebiet" bezeichnet.

Ministerpräsident Chung Sye Kyun sagte am 6. Dezember 2020 zur aktuellen Situation: "Wir stehen vor der größten Krise in unserem Kampf gegen Covid-19."

Das Land hat strenge Kontaktbeschränkungen verhängt, die voraussichtlich bis Ende Dezember in Kraft bleiben sollen.

Die WHO weist für Südkorea (circa 50 Millionen Einwohner) insgesamt 40.098 bestätigte Corona-Infektionen aus. 564 Menschen sind bislang an oder mit dem Virus gestorben (Stand: 11. Dezember 2020).