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Studie: Menschen werden immer dümmer – allerdings nicht weltweit

Die Norweger haben es herausgefunden: Die Menschheit wird dümmer. Wenn man sich heutzutage in der Welt umschaut und regelmäßig die Nachrichten guckt, oder auch einfach nur verfolgt, wie die Menschen miteinander umgehen, könnte man leicht zu der Einstellung gelangen: "Ja klar, das habe ich mir schon seit jeher gedacht."

Intelligenz durch ein aktives Gehirn
Intelligenz durch ein aktives Gehirn Foto: iStock / ipopba

Aber so einfach ist es nicht. Denn zunächst muss man sich vergegenwärtigen, dass es keine eindeutige Methode zum Messen der menschlichen Intelligenz gibt. Ebenso steht nicht fest, welche Fähigkeiten für besonders ausgeprägte Intelligenz vonnöten sind.

Dennoch hat die Untersuchung von norwegischen Männern, die zwischen 1962 und 1991 geboren wurden, ergeben, dass ihre Fähigkeiten, gewisse Aufgabenstellungen zu bewältigen ab einem exakt zu datieren Punkt abgenommen haben. In Norwegen ist dies das Jahr 1975.

Auch in der übrigen westlichen Welt nimmt der IQ tatsächlich ab, allerdings von einem hohen Niveau und – allen Unkenrufen zum Trotz – auch nicht allzu dramatisch. Verantwortlich für das gute Niveau in Westeuropa sind die allgemeine Schulpflicht und das Weltwissen, das an den Schulen in die Köpfe der Schüle gepackt wird.

Interessant ist es allerdings, die Ursache dieses Rückgangs herauszufinden. Und hier streiten sich die Gelehrten. Die Idee, dass eine veränderte Genetik dafür verantwortlich sein könnte, hat sich längere Zeit gehalten, wird mittlerweile jedoch in Frage gestellt.

Eine besonders beliebte These war lange Zeit die, dass sich die "falschen" Menschen fortpflanzen, das heißt, Personen mit einem niedrigen Intelligenzquotienten bekommen überdurchschnittlich viele Kinder und vererben ihre Dummheit damit überproportional stark weiter. Logisch, dass der durchschnittliche IQ dadurch sinkt, oder? Nein, falsch.

Wäre die Genetik derart entscheidend beteiligt, müssten Geschwister bei einem IQ-Test zumindest ähnlich abschneiden, jedoch gibt es gravierende Unterschiede, je nachdem, welche Schullaufbahn sie durchlaufen haben.

Oder, anders und sehr, sehr vorsichtig formuliert: "Die Bildung könnte eine entscheidende Rolle spielen", sagt Professor Elsbeth Stern von ETH Zürich.

Wer hätte das gedacht?