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News-Update

"Sterberate wird steigen" – Chef des Robert Koch-Instituts spricht Klartext

Das Robert Koch-Institut (RKI) schickt seinen obersten Angestellten. Lothar Wieler persönlich unterrichtet dieser Tage über Entwicklungen in der Corona-Krise.

Lothar Wieler
RKI-Chef Lothar Wieler. Getty Images / Sean Gallup

Unheilvolle Prognosen

Er gehört zu den bekannten Gesichtern der Corona-Pandemie: Prof. Dr. Lothar Wieler, Chef des RKI, gibt mittlerweile zweimal pro Woche einen Statusbericht zur Krise vor laufenden Kameras ab. Seine Prognosen klingen oft düster.

Am letzten Tag des Monats März ist das nicht anders. Mittlerweile sind fast 600 Menschen an der durch das Virus hervorgerufenen Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Und Wieler geht davon aus, dass sich dieser Trend noch verstärken wird:

„Ich gehe davon aus, dass die Sterberate steigen wird. Wir haben jetzt auch sehr viele Fälle in Pflege- und Altenheimen, da leben die besonders betroffenen Risikogruppen.“
Lothar Wieler
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Faktor Lebensalter

Das sei besonders dramatisch, da mit steigendem Alter auch das Risiko eines schweren und potenziell tödlichen Krankheitsverlaufes wachse. So liege das Durchschnittsalter der in Deutschland am Virus Gestorbenen bei 80 Jahren.

Gleichwohl gäbe es keine Entwarnung für junge Menschen, denn unter den Toten befindet sich auch ein 28-Jähriger. Dieser litt allerdings unter einer Vorerkrankung.

„Jede Person kann an Covid-19 erkranken, unabhängig vom Alter. Das Risiko, schwer zu erkranken, steigt jedoch mit dem Alter und ob man Vorerkrankungen hat oder nicht.“
Lothar Wieler

Aktuelle Zahlen (Stand: 31.03.2020)

Deutschland weist momentan eine Sterberate von immer noch unter einem Prozent auf, genauer 0,8 Prozent. Das liege vor allem an den umfangreichen Tests, die stattgefunden haben. So konnten auch viele milde Fälle aufgedeckt werden.

Insgesamt sind bereits mehr als 61.000 Menschen erkrankt, 583 sind gestorben, etwa 16.000 gelten als genesen. Es gibt mehr männliche Todesfälle als weibliche.

Hausgemachte Bedrohungslage

Einmal pro Woche wird von einem Konsortium in die Bevölkerung hineingehorcht, wie diese die vom Virus ausgelöste Bedrohungslage wahrnimmt. In der aktuellen Umfrage gaben 41 Prozent der Befragten an, dass sie die Pandemie und die Covid-19-Krankheit als gefährlich ansehen.

Leider ist jedoch auch immer noch eine gewisse Sorglosigkeit zu beobachten. Die Einschätzung, dass die Medien die Lage zu einem Hype aufblasen, ist nach wie vor verbreitet.

Gerade auch bei älteren Mitbürgern sei eine geringe Besorgnis zu beobachten. Teilweise nähmen Großeltern immer noch ihre Enkel auf, um deren Eltern zu entlasten. Das sei gefährlich, so Wieler.

Fazit

Angesichts der vom RKI-Chef vorgestellten Zahlen und der Entwicklung weltweit ist es sehr wahrscheinlich, dass er mit seiner düsteren Prognose recht behalten und auch in Deutschland die Zahl der Todesfälle steigen wird.

Hilfreich entgegenwirken kann ein verstärktes Verständnis in der Bevölkerung, dass es sich bei Covid-19 keinesfalls "nur" um eine Grippe, sondern um eine schwere Atemwegserkrankung handelt, die auch für jüngere Menschen fatal enden kann.

Je mehr Menschen sich dies klarmachen und sich dann entsprechend verhalten, desto geringer wird am Ende die Todeszahl in Deutschland ausfallen.

So einfach ist das.

Seit Dezember 2019 breitet sich das Coronavirus aus. Ausgehend von der chinesischen Millionenstadt Wuhan hat die Epidemie mittlerweile alle Kontinente erreicht. Bislang starben weltweit über 33.000 Menschen an der rätselhaften Lungenkrankheit, über 697.000 haben sich infiziert (Stand: 30. März 2020).

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