Sex-Update Stealthing: Riskanter Sextrend immer häufiger Thema vor Gericht

Redaktion Männersache 28.03.2018
Das sind die verrücktesten Sex-Gesetze aus aller Welt
© istock / wragg

Wer beim Sex heimlich das Kondom verschwinden lässt, begeht eine Straftat. Anhänger des Sextrends "Stealthing" drohen bis zu 5 Jahre Haft.

Wer einen One-Night-Stand hat, benutzt (hoffentlich!) ein Kondom. Das sollte man meinen, denn beim ungeschützten Sex kann man nicht nur ungewollt schwanger werden, sondern sich auch allerhand Krankheiten einfangen.

Diese Gefahr wird von immer mehr Männern ignoriert. In Internetforen ist ein neuer Trend namens "Stealthing" zu beobachten, bei dem es einzig und allein darum geht, das Kondom beim Sex heimlich verschwinden zu lassen.

Beim "Stealthing" entfernen Männer während des Geschlechtsverkehrs heimlich das Kondom um in der Partnerin zu kommen.

Es gibt sogar Internetforen, in denen sich die Anhänger dieser Praktik in Threads darüber austauschen, wie sich das Kondom am besten entfernenlässt. Dort wird behauptet, es sei das "Recht des Mannes" in der Frau zu kommen, wie die "Huffington Post" schreibt.

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Eine solche Praktik ist strafbar. In Deutschland gilt Stealthing nach Paragraf 177 Strafgesetzbuch als Straftat. Als solche kann die Tat mit Haftstrafen bis zu 5 Jahren, in Ausnahmefällen sogar mit bis zu 15 Jahren, bestraft werden. 

Wie eine US-Juristin in einer Studie zeigte, die im Columbia Journal of Gender and Law erschienen ist, sind solche Strafen absolut gerechtfertigt. Die Juristin befragte verschiedene Stealthing-Opfer und erfuhr, dass sich Betroffene nach der Tat "vergewaltigt" fühlten, Angst vor sexuell übertragbaren Krankheitenoder einer Schwangerschaft hatten.

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Für Juristen ist deshalb klar: Wird das Kondom heimlich entfernt, ist der Geschlechtsverkehr nicht mehr einvernehmlich und eine Straftat. 

Update: In der Schweiz wurde inzwischen ein juristisches Urteil zu der Sexpraktik gesprochen. Eine Frau hatte gegen ihren Sexualpartner geklagt, nachdem dieser beim Sex heimlich das Kondom verschwinden lassen hatte. Zwar habe der Mann sie getäuscht, so das urteil, doch sei die Tat dennoch keine Vergewaltigung. Demnach ist "Stealthing" vor dem Gericht kein Straftat. 

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