Gebraten oder gegrillt? Steak: Das Fleisch-ABC für echte Männer

Tomasz | Männersache 19.04.2018
Steak: Des Mannes beliebtestes Gericht
© Edward Chan/iStock

Ob blutig, medium oder durch. Ob mit Knochen oder ohne. Ob vom Grill oder aus der Pfanne. Das Steak ist vielseitig, lecker und – machen wir uns nichts vor – männlich.

Klassisch wird mit Steak eine Rindfleischscheibe bezeichnet. Aber es gibt auch Steaks anderer Tier- und Fleischarten, die einen entsprechenden Hinweis auf die Herkunft des Fleisches in ihrer Bezeichnung tragen: Kalbssteak, Schweinesteaks, Putensteaks usw. Auch größere Muskelscheiben festfleischiger Fische wie Tintenfische, Hai oder Lachs werden Steaks genannt.

Hier erfährst du alles Wissenswerte über die Magie des Steaks. Wo kommt es her und wie wird es zubereitet? Welche Arten von Steak gibt es und welche Nährstoffe beinhaltet es? Nur wenige Fragen, die im Folgenden beantwortet werden sollen.

 

Steak: Das Fleisch-ABC für echte Männer

Das englische Wort "steak" hat seinen etymologischen Ursprung im skandinavischen Wort "steik" ("der Braten") oder "steikja", was wörtlich übersetzt "an den Bratspieß stecken" bedeutet. Traditionell werden Steaks von grasenden Tieren, die in der Regel gezüchtet werden, geschnitten. So gibt es zum Beispiel Steaks von Bisons und Ziegen, aber auch Kamelen, Zebras und Kängurus. Bei einigen Fleischarten - wie Schwein, Lamm, Hammelfleisch und Kalb - werden die Schnitte oft auch Koteletts genannt.

Im Allgemeinen werden Steaks über die Muskelfasern geschnitten und können auch einen Knochen enthalten (z. B. T-Bone Steak). Sie stammen üblicherweise aus dem Rückenteil des Rindes, zwischen Schulter und Keule. Diese Rückenteile werde "Roastbeef" genannt – dazu gehören das Rumpsteak, das T-Bone Steak und das Porterhouse-Steak. Aber auch aus Nacken und Schultern lassen sich schmackhafte Steaks schneiden. Abhängig vom Muskelgewebe und Fettanteil hat jeder Zuschnitt spezielle Eigenschaften und einen individuellen Geschmack.

Das Fleisch kann auch parallel zu den Fasern geschnitten werden. Dies ist der Fall zum Beispiel beim Flank Steak, welches aus dem unteren Rippenbereich stammt. In Deutschland ist das Flankensteak weniger beliebt, da es als zäh und schwer zuzubereiten gilt.

Tiefere Einblicke in die verschiedenen Cuts und Steak-Arten bekommst du hier.

 

Die vielfältigen Nährstoffe des Steaks

Rindfleisch ist ein hochwertiges Lebensmittel mit Nähr- und Inhaltsstoffen. Neben einen hohen Anteil von Eiweiß und Fett verbergen sich in Steaks auch wichtige Mineralstoffe und Vitamine.

Wie bei allen Fleischsorten ist Rindfleisch reich an Eiweiß – bis zu 22 Prozent Eiweißanteil besitzt ein Steak. Der Fettanteil kann je nach Fleischstück stark variieren. Muskelfleisch weist einen Fettanteil von durchschnittlich zwei Prozent auf, das Filets von etwa vier Prozent. Ein Bruststück hingegen schlägt mit 14 Prozent Fettanteil zu Buche.

100 Gramm Rinderfilet beinhaltet im Durchschnitt 2,3 mg Eisen und 4,4 mg Zink. Hinter Brot und Müsli ist Rindfleisch der wichtigste Lieferant von Eisen in unserem Alltag. Steaks weisen auch einen sehr hohen Gehalt an Vitamin B12 auf. B12 ist unter anderem am Abbau von Fettsäuren und an der Blutbildung beteiligt. Weitere Vitamine, die in Rindfleisch vorkommen: Vitamin B1, B2 und das Vitamin B6, welches Nerven und Abwehrkräfte stärkt.

 

Zubereitungs-Crashkurs für das perfekte Steak

Die Zubereitung von Steaks ist genauso vielseitig wie seine Inhaltsstoffe. Alle Steaks werden durch Braten oder Grillen gegart. Immer beliebter ist bei einigen Steaksorten das kurze und scharfe Anbraten mit anschließendem Garen im vorgeheizten Herd. Ganz wichtig bei allen Steaks: Bevor es seinen Weg in die Pfanne oder auf den Grill findet, sollte es sich für einige Zeit bei Zimmertemperatur akklimatisieren.

Willst du dein Steak in der Pfanne zubereiten, hier ein Tipp, damit das Fleisch beim Aufschnitt nicht zu viel Saft verliert: Lass das Steak vor dem Servieren für fünf bis acht Minuten im vorgeheizten Ofen ruhen. Die Fleischfasern stehen durch den erhitzten Fleischsaft und starker Spannung. Durch das Ruhen im Ofen reduziert sich der Druck in den Zellen und somit auch der Saftaustritt beim Schneiden des Fleisches.

Detaillierte Informationen zur allgemeinen Zubereitung, u. a. der Garzeit und den Garstufen, findest du hier.

Im Video erklärt dir Star-Koch Brian Bojsen, was für ihn das perfekte Steak ausmacht.

 
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