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Film-Update

"Der Aufstieg Skywalkers": Unsere Kritik zum Finale der "Star Wars"-Saga

"Der Aufstieg Skywalkers" ist die neunte und letzte Episode der "Star Wars"-Saga. J.J. Abrams kehrt zurück auf den Regiestuhl und liefert genau das, was Fans wollten. Aber ist das auch gut so?

Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers
Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers Disney

Das Ende der Skywalker-Saga

Regisseur J.J. Abrams hat sich entschieden, den finalen Teil der neuen "Star Wars"-Trilogie zu inszenieren, nachdem der letzte Teil, "Die letzten Jedi", von vielen Fans enttäuschend aufgenommen und als Verrat an der weit, weit entfernten Galaxie angesehen wurde.

Mit "Das Erwachen der Macht" erweckte Abrams 2015 das "Star Wars"-Universum wieder zum Leben und brachte es einer neuen Generation von Jedi-Rittern nahe, vergraulte aber auch die alten Fans dank einer ordentlichen Portion Nostalgie nicht. Denn – sind wir mal ehrlich – "Das Erwachen der Macht" war im Grunde genommen eine Nacherzählung des Originalfilms von 1977.

2017 folge Episode acht, und diesmal nahm Rian Johnson auf dem Regiestuhl Platz. Seine Interpretation der Skywalker-Saga war mutiger, erwachsender und versuchte sich zumindest etwas von der "Star Wars"-Tradition zu emanzipieren. Vielen Kritikern gefiel das, doch nicht wenige Fans waren bitter enttäuscht, um nicht zu sagen wütend.

Abrams sollte diesen "Fehler" beheben. Und weil er zu sehr versucht, den Willen der Fans gerecht zu werden, manövriert er sich in altbekannte Welten, die kaum Überraschungen zulassen und letztlich genau das sind, was die Zuschauer wollten.

Kein Durchatmen

"Der Aufstieg Skywalkers" beginnt mit der gewohnten Exposition und zeigt schon in der ersten Szene den Imperator, von dem man schon aus den Trailern wusste, dass er am Leben ist, deswegen ist das auch kein Spoiler hier. Die Rebellen kämpfen natürlich weiterhin gegen Kylo Ren und die Erste Ordnung, die die Galaxie ins ewige Chaos stürzen will. Um den Sieg gegen die dunklen Kräfte davonzutragen, müssen Rey und ihre Freunde ein Artefakt ausfindig machen, das ihnen den Weg zum geheimen Planeten der Siths weist.

Der Weg sowohl zum Artefakt als auch zum Planeten der Siths ist gefährlich und unsere Helden sehen sich alle fünf Minuten mit neuen Gefahren konfrontiert, die mit Schießereien, Lichtschwert-Kämpfen und allerlei Explosionen einhergehen. Von Beginn an geht es zur Sachen und nicht nur Ray bekommt keine Pause zum Durchatmen, auch der Zuschauer kommt nicht zur Entspannung – und ist schnell ermüdet.

Es passiert einfach viel zu viel. Die Macher versuchen, alle losen Fäden zu Ende zu bringen und alle wichtigen Fragen zu beantworten. Gleichzeitig soll der Zuschauer mit Blockbuster-Action zum Staunen gebracht werden. Doch leider funktioniert dieses gezwungene Abliefern von Qualität nicht ganz.

Die Fans bekommen, was sie wollten

Das Publikum erwarten viele Enthüllungen. So erfährt man endlich, was es mit den Eltern von Rey auf sich hat. Es gibt auch einige Wendungen. Diese sind nicht besonders schockierend oder gar überraschend, aber sie erfüllen ihren Zweck. Es gibt Humor in Form der gewohnten selbstironischen Leichtigkeit, die dem Film guttut. Und es gibt ganz viele Emotionen, immerhin ist "Der Aufstieg Skywalkers" das Ende und da gibt es keinen Grund, mit Pathos und sogar Kitsch zu sparen – das dachten sich zumindest die Macher.

Als man sich dem Ende des zwei Stunden und 22 Minuten langen Films nähert, kann man sich einen Blick auf die Uhr nicht verkneifen. Noch bevor das große Final beginnt, weiß nicht nur der gelernte "Star Wars"-Kenner genau, was passiert – obwohl es einen Moment gibt, den man vielleicht nicht kommen sieht, von dem man sich aber im Nachhinein wünscht, ihn nicht gesehen zu haben. Das Finale wie auch der ganze Film ist ein Paradebeispiel für "Fan Service".

Vielleicht ist all die Kritik fehl am Platz, immerhin handelt es sich um einen "Star Wars"-Film, einen Blockbuster, dessen Hauptziel es ist zu unterhalten. Und streckenweise wird man auch unterhalten. Aber leider nicht ausreichend. Die Notwendigkeit, die Saga zu Ende zu bringen und gleichzeitig viele antizipierten Ideen aus "Die letzten Jedi" negieren zu wollen, hat den Film überladen.

"Der Aufstieg Skywalkers" ist ein Ende, das einen faden Beigeschmack hinterlässt. Es ist (und das muss mit einem leicht schweren Herzen gesagt werden) der schwächste Teil der neuen Trilogie.

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