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Corona-Update

Söder will Katastrophenfall ausrufen - was das bedeutet

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wird den Katastrophenfall ausrufen. Wir erklären, was dahinter steckt.

Markus Söder
Markus Söder will den Katastrophenfall ausrufen Foto: GettyImages/ FABRIZIO BENSCH

Söder will Katastrophenfall ausrufen

Am 29. Oktober 2020 kündigte Söder nach einer Kabinettssitzung in München an, wegen der Corona-Pandemie den Katastrophenfall für Bayern ausrufen zu wollen. In den nächsten Tagen könne dies nach seinen Angaben notwendig werden.

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Der Hintergrund

Damit will Söder auf die "dramatische Entwicklung“ reagieren, auch weil sich in Bayern die Belegung der Intensivbetten in den vergangenen Tagen verdoppelt hat, wie Bild berichtet. Um die Verteilung der Intensivpatienten besser koordinieren zu können, soll die Ausrufung des Katastrophenfalls helfen.

Söder: "Wir sind in einer sehr, sehr ernsten Situation. Alle Befürchtungen erweisen sich leider als wahr. Die Lage scheint außer Kontrolle zu geraten."

Eindringlicher Appell

Söder weiter: "Wenn wir alles so lassen, dann wird es schlechter, schlimmer, steiler. Alle müssen aufwachen. Wir haben die Aufgabe, jedes Leben zu retten."

In Bayern gelten ab kommenden Montag strengere Kontaktbeschränkungen als von Bund und Ländern vereinbart. Das bezieht sich in erster Linie auf Kontaktbeschränkungen in Privaträumen. Zudem werden bis Ende November Veranstaltungen aller Art untersagt – mit Ausnahme von Gottesdiensten und Demonstrationen.

Der bayerische Ministerpräsident unterstützt die rigorose Haltung von Bundeskanzlerin Angela Merkel hinsichtlich der Corona-Schutzmaßnahmen. Zusammen mit Söders Ministerpräsidentenkollegen hatte sich die Kanzlerin vor zwei Tagen auf einen neuen Lockdown für Deutschland ab 2. November geeinigt.