Corona-Update

Schule, Silvester & Co: Söder verkündet 10 neue Corona-Einschränkungen

Ab 9. Dezember 2020 werden die Corona-Maßnahmen in Bayern drastisch verschärft, wie Ministerpräsident Markus Söder ankündigte.

Markus Söder
Markus Söder am 6. Dezember 2020 in München Foto: imago images / Sammy Minkoff

Bayern ist gewillt, den steigenden Infektionszahlen im Land etwas entgegenzusetzen – und zwar in Form strengerer Maßnahmen. Ministerpräsident Markus Söder kündigt ab dem 9. Dezember 2020 ein härteres Durchgreifen an.

Wir gucken uns an, welche konkreten Auswirkungen diese Verschärfungen unter anderem auf Weihnachten, Silvester und den Schulbetrieb haben.

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Söder verkündet 10 neue Corona-Einschränkungen

In Bayern haben sich aktuell fast 60.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert (Stand: 7. Dezember 2020). Grund genug für Ministerpräsident Markus Söder, die Zügel anzuziehen und eine allgemeine Ausgangsbeschränkung zu verhängen.

In einer Sondersitzung mit dem Kabinett am 6. Dezember wurden die Beschlüsse diskutiert und anschließend der Öffentlichkeit dargelegt:

  • Katastrophenfall für ganz Bayern.

  • Allgemeine Ausgangsbeschränkungen für ganz Bayern, bedeutet: Die Wohnung dürfen Bürger nur noch aus "triftigen" Gründen verlassen. Darunter fallen u. a. Arztbesuche, Weihnachtseinkäufe oder der Weg zur Arbeit.

  • Ausgangssperre für Hotspots, bedeutet: In den Gebieten mit überdurchschnittlich vielen Neuinfektionen dürfen die Menschen ihre Wohnung zwischen 21 und 5 Uhr nicht mehr verlassen. Weihnachten wird die Ausgangssperre nur für die Gottesdienste nach 21 Uhr aufgehoben.

  • Nur zwei Haushalte mit maximal fünf Personen dürfen zusammenkommen. Ausnahmen gelten lediglich an Weihnachten (23. bis 26. Dezember).

  • Kitas und Schulen bleiben geöffnet, in Hotspots (ab einem Inzidenzwert von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen) wird ab der 8. Klasse auf Distanzunterricht umgestellt.

  • Geschäfte des Einzelhandels bleiben geöffnet, die 20-Quadratmeter-Regel soll indes besser überwacht werden.

  • In Alten- und Pflegeheime werden Mitarbeiter zweimal die Woche auf Corona getestet, nur getestete Besucher haben Zugang. Es gilt: ein Besucher pro Tag.

  • Alkoholkonsum-Verbot unter freiem Himmel.

  • Der sogenannte "kleine Grenzverkehr" wird ausgesetzt, d. h. wer nur wegen eines Einkaufsbummels oder einer Freizeitaktivität die Grenze beispielsweise nach Österreich überquert, muss bei der Wiedereinreise einen negativen Test vorweisen oder sich Quarantäne begeben.

  • Erhöhung der Homeoffice-Quote.

Sonderregelung zu Weihnachten stößt auf Kritik

Nicht nur in Bayern gab es wegen der Ausnahmeregelung zu Weihnachten massive Kritik an den Plänen von Söder. Der Gescholtene dazu: "Bayern ist ein christlich geprägtes Familienland. Wir müssen den Menschen schon ein bisschen Hoffnung geben."

Übrigens: In den Gottesdiensten gilt in Bayern strikte Maskenpflicht sowie ein Gesangsverbot.