News-Update Social-Media-Sucht als offizielle Krankheit anerkannt - Tech-Giganten sollen zahlen

Redaktion Männersache 19.03.2019

Die Sucht nach Social-Media-Kanälen soll jetzt offiziell als Krankheit anerkannt werden - mit drastischen Folgen für die Tech-Giganten.

Social-Media-Sucht soll offiziell als Krankheit anerkannt werden (Symbolfoto).
Social-Media-Sucht soll offiziell als Krankheit anerkannt werden (Symbolfoto). Foto:  iStock/bigtunaonline
Inhalt
  1. Social-Media-Sucht als offizielle Krankheit
  2. Großbritannien geht vorweg
  3. Untersuchung zum Thema
  4. Ergebnis: Pro
  5. Ergebnis: Contra
  6. Das Studienergebnis
  7. Geplante Abgaben für Facebook und Google
 

Social-Media-Sucht als offizielle Krankheit

Viele Menschen haben in Bezug auf ihre Social-Media-Kanäle nachweislich die Kontrolle verloren. Die Sucht nach Social-Media soll jetzt in Großbritannien auch offiziell als Krankheit anerkannt werden.

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Großbritannien geht vorweg

Der Gesetzgeber in Großbritannien empfiehlt, Social-Media-Sucht formal als Krankheit einzustufen, und die Unternehmen hinter den Plattformen eine Steuer von 0,5 Prozent auf ihren Gewinn zahlen zu lassen. Laut Informanten aus der Tech-Industrie, haben Unternehmen wie Facebook und Google das Abhängigkeitspotenzial ihres Angebots absichtlich gefördert.

 

Untersuchung zum Thema

Das Ergebnis einer von britischen Parlamentariern in Auftrag gegebenen Untersuchung zum Thema "Umgang mit den Auswirkungen sozialer Medien auf die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden junger Menschen" wurde jetzt veröffentlicht.

 

Ergebnis: Pro

Chris Elmore und William Wragg stellten als Verantwortliche der Studie die positiven Aspekte von Social-Media an den Anfang ihres Fazits: "Unsere Umfrage zeigt, dass es soziale Aspekte gibt, die positiv sind - insbesondere, um Menschen mit ähnlichen Interessen zusammenzubringen, die Einsamkeit zu reduzieren und Gemeinschaften zu helfen, in Verbindung zu bleiben".

 

Ergebnis: Contra

Allerdings stellten sie auch klar: "Es gibt jedoch auch mehrere Aspekte sozialer Medien, die sich sehr negativ auf die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden junger Menschen auswirken können. Daher ist es von größter Bedeutung, dass wir junge Menschen schützen, damit sie sicher und gesund bleiben, wenn sie online sind. Deshalb versuchen wir mit unseren Empfehlungen, die Maßnahmen zum Schutz der Schwachen zu verbessern."

 

Das Studienergebnis

  • 12 Prozent der Kinder, die soziale Netzwerke komplett meiden, weisen Symptome einer psychischen Erkrankung auf.
  • 27 Prozent der Kinder, die drei oder vier Stunden pro Tag soziale Netzwerke nutzen, weisen Symptome einer psychischen Erkrankung auf.

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Geplante Abgaben für Facebook und Google

Die Politik forderte die Social-Media-Plattformen auf, den Forschern alle Daten zur Verfügung zu stellen. Nach dem Verursacherprinzip sollen sie nun eine 0,5-prozentige Abgabe auf ihren Gewinn zahlen, um eine "Social Media Health Alliance" zu finanzieren. Facebook müsste demnach allein in Großbritannien umgerechnet rund 360.000 Euro pro Jahr abführen, bei Google wären es 1,2 Millionen Euro. Beide Unternehmen haben sich bislang nicht zu den Vorschlägen geäußert.

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