wird geladen...
News-Update

Skandal: Airline fordert Passagiere auf, Schwangerschaftstests zu machen

Man stelle sich vor: Eine Flug-Reise, die zum Ziel hat, die eigenen Eltern zu besuchen, hat beim Umsteigen zur Folge, dass man, beziehungsweise Frau sich einem Schwangerschaftstest unterziehen muss.

Weiterflug nur nach Schwangerschaftstest
Krass: Weiterflug nur nach Schwangerschaftstest. Foto: iStock / fotoglee / hyside (Collage Männersache)

Zwischenstopp auf der Flughafentoilette

Das Unternehmen Hongkong Express Airways hat es dieser Tage nicht leicht. Ein gewaltiger Shitstorm ist über die Fluglinie hereingebrochen.

Wie jetzt herauskam, nötigt die Airline ihren weiblichen Kunden jeweils einen Schwangerschaftstest ab. Was vollkommen bizarr klingt, ist leider bittere Realität.

Praxis wird jetzt beendet

Die Japanerin Midori Nishida (25) wollte sich das nicht bieten lassen. Sie hatte bereits in den Einreisedokumenten angegeben, nicht schwanger zu sein und wurde von der Maßnahme, beim Umsteigen in Hongkong von Airline-Bediensteten zur Flughafentoilette geleitet zu werden, völlig überrumpelt.

Sie gab an, sich gedemütigt zu fühlen und machte ihrem Ärger darüber auch Luft. Als das Wall Street Journal die Story aufschnappte und bei Hongkong Express Airways diesbezüglich anfragte, erfolgte eine 180-Grad-Wende.

Die Fluglinie entschuldigte sich bei ihrer Passagierin und gab an, die zweifelhafte Praxis sofort zu beenden.

Der Hintergrund

Midori Nishida war unterwegs von Japan nach Saipan, der nördlichsten und Hauptinsel der nördlichen Marianen, östlich der Philippinen.

Trotz ihrer geographischen Lage ist die Inselgruppe ein Außengebiet der USA. Und: 95 Prozent aller dort geborenen Touristen-Babys sind chinesischer Herkunft, ein Umstand, der den US-amerikanischen Behörden offensichtlich ein Dorn im Auge ist.

"Als Reaktion auf Bedenken der Behörden in Saipan haben wir seit Februar 2019 Maßnahmen auf Flügen nach Saipan ergriffen, um sicherzustellen, dass die Einwanderungsgesetze der USA nicht untergraben werden. Wir möchten uns bei allen Betroffenen vorbehaltlos entschuldigen. Wir haben dieses Vorgehen sofort gestoppt", so ein Unternehmenssprecher.