News-Update

Sie kommen: Blutmahlzeit der Killermücken

Der Klimawandel macht es möglich, neue Einwohner in Deutschland anzuziehen, auf die nun wirklich jeder verzichten kann: neue Mückenarten mit tödlichem Gepäck.

Anopheles-Mücke
Ungebetener Gast: Anopheles-Mücke bei der Mahlzeit Foto: IMAGO / Ardea

Mückenarten breiten sich aus

Zugegeben, die Headline klingt nach einem trashigen Hollywood-B-Movie à la Jack Arnold, aber die Aussage, die sie transportiert, ist grundsätzlich korrekt. Dass sich neue Mückenarten in Deutschland verbreiten, ist längst kein Geheimnis mehr.

Wie sich die Quälgeister ausbreiten, konnte man sich schon bei einer weiteren Tierart mit schlechtem Leumund anschauen: den Zecken. Sowohl deren sich ständig erweiterndes Verbreitungsgebiet als auch die Zahl der neu entdeckten Arten lassen sich mit Schaudern auf Zeitrafferkarten beobachten.

Ursache ist der Klimawandel

Haupttreiber dieser Entwicklung ist die zunehmende Hitze in Europa im Allgemeinen als auch in Deutschland im Speziellen. Diese wiederum wird getrieben vom Klimawandel, den wir Menschen mit unserem irrsinnigen Verbrauch von fossilen Brennstoffen angeschoben haben.

Wenn wir also auf jemanden mit dem Finger zeigen wollen ob dieser ungewollten Invasion, sollten wir uns alle vor einen Spiegel stellen.

Neue Mücken, neue Krankheiten

Und warum müssen wir jetzt diese neuen Mückenarten, wie beispielsweise die Anopheles-Mücke, so sehr fürchten? Weil sie beim Stich nicht nur ein wenig Blut aus uns heraussaugt - da ist sie genau so nervig und harmlos wie unsere einheimischen Arten.

Sie haben auch etwas im Gepäck, das bei einem Stich in den frisch gebohrten Kanal in unsere Blutgefäße hineingelangen kann, beispielsweise Malaria (Anopheles-Mücke) oder Dengue (Aedes-Mücke) - beides Krankheiten, die kein Mensch ernsthaft auf die leichte Schulter nehmen kann.

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Mehr als 8 Milliarden Menschen

Forscher der London School of Hygiene & Tropical Medicine (LSHTM) haben in einem Experiment simuliert, wie sich der Klimawandel auf die Ausbreitung dieser Krankheiten auswirkt. Das Ergebnis ist erschreckend: Bis zum Jahr 2080 könnten mehr als acht Milliarden Menschen, in etwa die jetzige Weltbevölkerung, im Einzugsgebiet dieser Mückenarten liegen.

Der aktuelle Stand: Pro Jahr infizieren sich 230 Millionen Menschen mit Malaria, 430.000 sterben daran, vor allem Kinder. Das Dengue-Fieber kommt auf 100 Millionen Erkrankte, von denen etwa 20.000 der Krankheit erliegen.