Kein Scherz

Shitcoin: Forscher hat aus Schei** eine Währung gemacht

Der südkoreanische Forscher Cho Jae-weon hat den Shitcoin erfunden. Wir haben die ganze unglaubliche Geschichte.

Toilette und Bitcoins
Toilette + Kryptowährung = Shitcoin (Themenbild) Foto: iStock / photobyphotoboy ; iStock / FinkAvenue ; Collage / bearbeitet durch maennersache.de

Cho Jae-weon hat den Shitcoin Ggool kreiert, mit dem man online shoppen, Kaffee kaufen und sogar Arztbesuche bezahlen kann.

Der Gedanke dahinter: Menschlicher Kot wird in das Finanzsystem eingespeist und somit werden Ausscheidungen zu Geld gemacht.

Shitcoin: Forscher hat aus Schei** eine Währung gemacht

Der Südkoreaner zu seiner Erfindung: "Wenn du lebst, kackst du." Da kann man tatsächlich schwer widersprechen.

Cho ist übrigens Dozent für Stadt- und Umweltingenieurwesen am Ulsan National Institute of Science and Technology und forscht zu dem Thema bereits seit 2015.

Seine Mission sprichwörtlich: aus Scheiße digitales Gold machen. Oder, wie er es nennt: Feces Standard Money. Eine Einheit der Fäkalienwährung taufte er Ggool, was auf Koreanisch Honig heißt.

Cho weiter: "Lebendig zu sein, heißt auch, dass du wertvoll bist. Ich wollte, dass alle - ganz unabhängig von ihrem Reichtum und ihrem Alter - das Gefühl haben, etwas zur Gesellschaft beitragen zu können."

Im Jahr 2018 ließ Cho ein zweistöckiges Gebäude auf dem Campus in Ulsan errichten, inklusive Schlafzimmern und drei Toiletten, die erneuerbare Energie aus Fäkalien generieren.

Die Toiletten werden als "BeeVis" bezeichnet und pumpen den Kot in einen unterirdischen Tank, wo dieser von Mikroorganismen in Methan zersetzt wird. Das Methan wird dann verbrannt, um die Schlafzimmer mit Strom zu versorgen.

Was von den Fäkalien übrig bleibt, wird als Dünger verwendet. 

"Ein gesunder Mensch defäkiert im Durchschnitt 500 Gramm pro Tag. Daraus lassen sich rund 50 Liter Methangas herstellen", so Cho. "Der tägliche Output eines Menschen kann 0,5 Kilowattstunden Elektrizität erzeugen, genug Strom für einen E-Bus, um 500 Meter zu fahren, oder für drei Kilometer mit einem E-Auto."

Und wie hängt das jetzt mit der Währung zusammen? Ganz einfach: Wer eine der besagten Toiletten benutzt, bekommt 10 Ggool pro Tag.

Cho: "10 Ggool entspricht dem Wert des täglichen Outputs einer Person. Ich wollte den Wert des Ggool von anderen Währungen wie dem US-Dollar oder Bitcoin trennen und Leute dazu bringen, das aktuelle Währungssystem zu überdenken."

Mit den Ggools können im Ggool Market auf dem Uni-Gelände Lebensmittel gekauft werden. Auch 20 weitere Geschäfte in Ulsan akzeptieren den Ggool bereits. 

"Du kannst dir nach der Ausscheidung einen Becher Kaffee oder andere Produkte des täglichen Bedarfs kaufen", sagt Cho gegenüber Vice.

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