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Sexstudie: So faustdick treibt's der Osten!

30 Jahre nach dem Mauerfall gibt eine Studie jetzt Aufschluss über die Sex-Gewohnheiten in Ost- und Westdeutschland.

Sex in Ostdeutschland
Foto: iStock/nd3000, iStock/Racide

Sexstudie: So faustdick treibt's der Osten!

Grundsätzlich gibt es in Sachen Liebe und Sex gar nicht so große Unterschiede zwischen den beiden zusammengewachsenen Landesteilen. Allerdings entlarvt eine aktuelle Parship Studie unter 1000 Bundesbürgern doch die ein oder andere Sex-Gewohnheit, die zumindest statistisch einen Ost-West-Unterschied mit sich bringt.

Differenzen zwischen Ost und West

Speziell in Sachen Treue gibt es laut Studie erhebliche Abweichungen, denn im Osten sieht man das Ganze etwas lockerer. 39 Prozent der Ostdeutschen sind demnach schon einmal fremdgegangen. Bei den Westdeutschen war ein Drittel (33 Prozent) bereits untreu. Dafür ist man im Westen nicht ganz so heimatverbunden: Immerhin 61 Prozent der Westdeutschen würden für ihre Beziehung die Stadt wechseln. Im Osten ist nur rund jeder Zweite (49 Prozent) bereit, für die Liebe umzuziehen. Bei der Partnersuche ist es den Bewohnern der alten Bundesländer außerdem wichtiger, dass ihr Partner Geld und einen gewissen Status mitbringt (27 Prozent; Osten: 21 Prozent). Für Ostdeutsche spielt hingegen die Meinung von Freunden und der Familie über den Partner eine größere Rolle (54 Prozent; West: 48 Prozent).

Im Herzen wiedervereint

In vielen Liebesangelegenheiten sind sich Ost und West aber sehr ähnlich. So haben sowohl im Osten (60 Prozent) als auch im Westen (61 Prozent) die meisten Menschen ihre (bisherigen) Partner über den Freundeskreis kennengelernt. Aber auch online haben schon jeweils mehr als ein Drittel der Bundesbürger ihr Liebesglück gefunden (West: 36 Prozent; Ost: 34 Prozent). Bei den inneren Werten, die der Partner besitzen sollte, herrscht ebenfalls Einigkeit: Ein Partner mit Humor ist Ost- und Westdeutschen gleichermaßen wichtig (West: 89 Prozent; Ost: 88 Prozent).

Partnerschaft und Familie statt schnelle Nummer

Auch beim Thema Liebe und Intimität zeigen sich beide Regionen aufgeschlossen. So geben 69 Prozent der Befragten im Westen und 68 Prozent im Osten an, mit dem Thema Sex offen umzugehen. Das heißt jedoch nicht, dass es im Bett schnell zur Sache geht: Jeweils rund zwei Drittel (Westen: 66 Prozent, Osten: 67 Prozent) geben an, jemanden erst besser kennen zu müssen, bevor sie körperlich intim werden. Das spiegelt sich ebenso beim Thema One-Night-Stand wider: Nur 14 Prozent der befragten Bevölkerung im Osten und 11 Prozent im Westen geben an, sich häufiger mit jemandem auf eine einmalige Bettgeschichte einzulassen. Hoch im Kurs steht dagegen die Familie: Für 83 Prozent im Westen und 82 Prozent im Osten hat diese Priorität. Jeder Zweite im Westen möchte sein persönliches Liebesglück zudem mit einer Hochzeit krönen (52 Prozent, Ost: 46 Prozent).

Es lebe das Klischee: Der Osten ist trinkfest, der Westen spießig

Nach 30 Jahren gibt es scheinbar keine großen Unterschiede in der Liebe mehr, aber es halten sich immer noch einige hartnäckige Vorurteile zwischen den neuen und alten Bundesländern. Während sich die Westdeutschen selbst am ehesten als fleißig und pflichtbewusst (62 Prozent) sowie attraktiv und humorvoll (je 54 Prozent) beschreiben würden, verbinden Ostdeutsche mit den „Wessis“ ganz andere Attribute. Hier sieht man Westdeutsche eher als spießig und arrogant (je 64 Prozent) an. Auch die Eigenschaft, geizig zu sein, haftet ihnen an (56 Prozent). Aber andersrum driften Eigen- und Fremdwahrnehmung genauso auseinander. Ostdeutsche bezeichnen sich selber als fleißig (68 Prozent), bescheiden (65 Prozent) und feierfreudig (64 Prozent). Zumindest im letzten Punkt stimmen Westdeutsche zu: Für sie sind Ostdeutsche besonders trinkfreudig (57 Prozent). Allerdings glauben sie ebenfalls, dass sie eine besonderes freizügige (50 Prozent) und redselige Art an den Tag legen (45 Prozent).

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