Graffiti Die irreale 3D-Streetart des Sergio Odeith

Redaktion Männersache 25.09.2018

Sergio Odeith ist ein Graffiti-Künstler, dessen 3D-Werken die Grenzen zwischen Illusion und Realität vermischen. Wir haben mit ihm über seine Kunst, seine Einflüsse und Inspirationen gesprochen.

Sergio Odeith kam 1976 in Damaia (Portugal) zur Welt. Schon Mitte der 80er-Jahre hielt er seine erste Spraydose in der Hand und begann sich für Graffiti als Kunstform wie auch Kunstbewegung zu interessieren. Heute zählt er zu den bekanntesten und renommiertesten 3D-Straßenkünstlern der Welt.

Die alltäglichen Tücken einer Beziehung

Künstler porträtiert Beziehungsalltag in neuen witzigen Illustrationen

Sergio, was ist die Inspiration für deine Kunst?

Normalerweise bekomme ich die Inspiration von der Natur; ich mag die Textur und Form von kleinen Kreaturen.
Manchmal werde ich auch von Nachrichten und gesellschaftlichen Problemen beeinflusst.

Wer oder was hat dich künstlerisch am meisten beeinflusst?

Ich denke, die ersten Künstler, die ich sah, waren Salvador Dali und HR Giger. Schon immer liebte ich gruselige und surrealistische Gemälde.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ein Beitrag geteilt von ODEITH (@odeith) am

Wie lange brauchst du, um ein Wandbild fertigzustellen?

Das kommt immer drauf an. Mache ich zum Beispiel kleine Insekten an verlassenen Orten dauert es einen Tag. Wenn es etwas Größeres ist, dauert es bisschen länger – vielleicht zwei bis sechs Tage.

Was hat gerade an dieser Art von Graffiti begeistert?

Heutzutage ist es wirklich schwierig, sich von anderen Künstlern abzusetzen, weil es so viele gibt. Deswegen erfand ich 2005 die "Chrome/Plastic 3D Letter"-Methode, die etwas Neues in die Welt des Graffiti einführte. Diese anamorphe Kunst zeichnet sich durch perspektivische Kompositionen aus, die auf verschiedenen Oberflächen gemalt eine optische Täuschung ergeben.

Wie würdest du deinen Stil beschreiben?

Ich bin mir nicht sicher, ob es da eine Beschreibung gibt für das, was ich tue. Aber vielleicht Grusel-3D (lacht).

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ein Beitrag geteilt von ODEITH (@odeith) am

Was gefällt dir besser: Für ein Museum zu arbeiten oder Graffitis auf der Straße zu sprayen?

Normalerweise male ich gerne an verlassenen Orten, weil das Ambiente rundherum perfekt zu meinem Stil passt. Wenn ich strukturierte Wände und einen schmutzigen Boden habe, fängt mein Gehirn zu arbeiten an.
Heute kann ich malen, was ich will. Und wenn es ein vorbestimmtes Thema gibt, versuche ich, dass beide Seiten [ich und mein Auftraggeber] glücklich sind. Natürlich ist es also auch möglich, bei einer Museumsarbeit Spaß zu haben.

Woran arbeitest du im Moment?

Ich versuche immer, Neues auszuprobieren. In einem Monat werde ich endlich mein neues Open-Space-Studio haben. Ich denke, dass ist der Beginn einer neuen Phase.

Auch interessant:
Joan Cornellà, der Meister des schwarzen Humors
Künstlerin verdreht Gender-Rollen in sexistischer Vintage-Werbung

Tags:
Copyright 2018 maennersache.de. All rights reserved.