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Schweiz: Zweite Corona-Infektionswelle in deutschem Nachbarland

In der Schweiz kämpfen die Menschen gerade mit der zweiten Coronawelle. Eilig erlässt die Regierung Maßnahmen zur Eindämmung, dreht Lockerungen zurück. Zu spät.

Mann mit Schweiz-Shirt vor Polizisten
Proteste gegen Corona-Beschränkungen in der Schweiz Foto: Getty Images / Fabrice Coffrini

Zweite Welle in der Schweiz

Man sollte meinen, dass in der Schweiz erstmal von den Eidgenossen über Corona abgestimmt werden muss und dass sich das Virus zurückziehen muss, wenn die Volksbefragung über dessen Zukunft negativ ausfällt. Den Gefallen tut es ihnen aber nicht. Im Gegenteil.

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Zahl der Neuinfektionen hoch

Nachdem auch in der Schweiz Regelungen gegen das Coronavirus ergriffen wurden, mehren sich die Proteste gegen eben jenen Lockdown. Prompt beschließen die Behörden, die Maßnahmen wieder zu lockern und eine zweite Ansteckungsgwelle brandet durch das Land.

Die Zahl der Neuinfektionen steigt aktuell um 138 Prozent gegenüber der Vorwoche. Das ist - im internationalen Vergleich - eine alarmierende Quote.

Maßnahmen wieder verschärft

Die Zürcher Professorin Tanja Stadler, Mitglied der Schweizer Covid-19-Taskforce, findet diesen Trend "sehr besorgniserregend" und der Staat reagiert mit einer erneuten Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen. Ab sofort ist beispielsweise das Tragen von Masken in öffentlichen Verkehrsmitteln wieder vorgeschrieben.

Auch wird wieder verschärft an der Landesgrenze kontrolliert. Einreisende aus Risikostaaten müssen für zehn Tage in Quarantäne. Dazu gehören, nach einer vorläufigen, aber noch nicht finalen Liste unter anderem die Balkanstaaten wie Serbien und Kroatien, aber auch Schweden.

Fazit

Die Verantwortlichen machen gewisse Ansteckungshotspots in gewissen Kantonen aus, erklären sich die zweite Welle teilweise durch Zureisende, aber auch durch die Sorglosigkeit der Menschen in der Schweiz, vor allem was das Nachtleben anbelangt.

Es dürfte also nicht mehr lange dauern, bis dieses in der Schweiz wieder zum Erliegen kommt. Die einfache Rechnung dabei: Zweite Welle = zweiter Shutdown.

Damit kann die Schweiz als eine Art Testlabor dienen, in dem man sich anschauen kann, was passiert und was zu passieren hat, wenn die zweite Welle kommt.