Tierisch gemein! Nach Diebstahl: Behörde nimmt Obdachlosem den Hund weg

Tobias | Männersache 22.02.2018
Obdachlosen Egon wird Hund vom Ordnungsamt weggenommen
© Twitter / dortmund_24; Polizei

Der obdachlose Egon bekam wiederholt seinen Hund abgenommen. Diesmal jedoch nicht von Dieben, sondern vom Ordnungsamt.

Bereits im Januar wurde dem 58-Jährigen sein Hund von einer Diebin entwendet. Damals half die Polizei beim Auffinden des Hundes, den Egon zwei Tage später wieder zurückbekam.

Doch nun hat er seine 8-jährige Hündin vom Ordnungsamt abgenommen bekommen. "Sie kamen mit sechs Mann, während Egon bei Rewe war. Dann leinten sie Hanni einfach ab", berichtete O2-Shop-Verkäuferin Kamila Jurek gegenüber Dortmund24.

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Die Begründung: Der Obdachlose würde seinen Hund nicht artgerecht halten. Wenn er das Obdachlosenmagazin "Bodo" verkaufe, würde der Hund mehrere Stunden am Stück angeleint in der Kälte sitzen.

Beobachter können das Vorgehen des Ordnungsamtes nicht verstehen. Immerhin sei Egon regelmäßig mit der Hündin Gassi gegangen und Helfer hätten für den Mischling eine Iso-Matte gekauft. Doch dem Ordnungsamt war das wohl nicht genug.

 

"Sie sagten mir, Hanni dürfe nur eine Stunde angebunden sein und bräuchte dann vier Stunden Bewegung", erklärte der 58-Jährige der Bild.

Ein Sprecher vom Veterinäramt sagte, dass Egon nun zwei Wochen Zeit hat, um für eine artgerechte Haltung zu sorgen. Der Obdachlose hat deshalb Kontakt zu einem Anwalt aufgenommen. Er klagte der Bild: "Ich will Hanni unbedingt zurück. Sie ist doch alles, was ich habe."

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