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Schock in Berlin: Elfjähriger droht Lehrerin mit Enthauptung

Einer Lehrerin an einer Grundschule in Berlin wird von einem ihrer elfjährigen Schüler mit Enthauptung gedroht.

Grundschulklasse
Grundschulklasse (Symbolbild) Foto: iStock / skynesher

Schüler bedroht Lehrerin

Eine Lehrerin in einer Grundschule in Berlin-Spandau kündigt ihren Schülern den bevorstehenden Elternabend an. Sie sagt, dass das Gespräch mit den Eltern wichtig sei, weil darin Probleme angesprochen würden, die man angehen wolle. Zudem betont sie gegenüber den Schülern, dass die Teilnahme und Kooperation der Eltern notwendig sei. Falls diese nicht gegeben sei, "müssten [die Eltern] mit Konsequenzen rechnen", zitiert der Tagesspiegel die Leiterin der Schule, Karina Jehniche.

Daraufhin habe ein muslimischer elfjähriger Schüler vor versammelter Klasse gesagt: "Wenn das passiert, weil meine Eltern nicht gekommen sind, dann mache ich mit dir das Gleiche wie der Junge mit dem Lehrer in Paris."

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Kein Einzelfall

Bei dem "Lehrer in Paris" handelt es sich um Samuel Paty, der im Oktober 2020 von einem 18-jährigen Tschetschenen enthauptet wurde, nachdem er im Unterricht Mohammed-Karikaturen gezeigt hatte.

Besagter Schüler sei bereits in der Vergangenheit durch Gewaltäußerungen aufgefallen. So habe er nach einer an der Schule abgehaltenen Schweigeminute für Samuel Paty gesagt, dass man jemanden töten dürfe, "der den Propheten beleidigt habe, das sei in Ordnung".

Ein anwesender Imam habe daraufhin mit dem Elfjährigen gesprochen und ihm erklärt, dass man niemanden töten dürfe.

Schuld der Schule?

Mit den Eltern des Jungen wird sofort ein Gespräch vereinbart, der Schüler wird noch am selben Tag von der Schule abgeholt.

"Die Mutter erklärte mir aber am Telefon, dass es an der Schule liegen müsse, wenn ihr Sohn so etwas erzähle. Sie und ihr Mann dächten nicht so", sagte Jehniche.