Trend-Bart 2017 Schnurrbart: Früher verpönt, heute hipper denn je

Redaktion Männersache 15.01.2018

Das Magazin GQ kürte ihn zum Trend-Bart des Jahres 2017, dabei galt der Schnurrbart seit Ende der 1970er-Jahre lange Zeit als Erkennungsmerkmal für Proleten und männliche Pornodarsteller. Nun scheint das schlechte Image überwunden.

Der Legende nach war es vor allem der Schauspieler Brad Pitt, der dem Schnurrbart mit seinem Auftritt im Film "Inglourious Basterds" von Quentin Tarantino im Jahre 2009 zu einem fulminanten Comeback verhalf. Damals stand der Hollywoodstar sogar öffentlich für den männlichen Oberlippenbart, liebevoll auch "Schnäuzer" genannt, ein. "Ich glaube, Schnurrbärten wird einfach nicht genug Respekt entgegen gebracht", wird er in einem Bericht der WELT zitiert.

Für die Salonfähigkeit des Schnurrbarts sorgten kurz darauf weitere Größen aus dem Filmgeschäft: George Clooney, Jude Law, Robert Downey junior, Johnny Depp, Sean Penn und viele weitere. Vergangenes Jahr überzeugte Alexander Skarsgård auf dem Roten Teppich der 69. Emmy Awards in Los Angeles mit seinem fein säuberlich gestutzten Oberlippenbart derartig, dass das Magazin GQ den Schnurrbart direkt zum Trend-Bart des Jahres 2017 kürte.

 

Die Geschichte des Schnurrbarts vom "Pornobalken" zur "Popelbremse"

Auch Pedro Pascal, der in der erfolgreichen Netflix-Serie "Narcos" den Agenten Javier Peña mimt, trug mit seinem stilvoll getragenen Schnäuzer zum erneuten Schnurrbart-Revival bei und Deutschrap-Star Karate Andi ließ seine "Popelbremse" bereits 2016 öffentlichkeitswirksam im Wind flattern. Erleben wir also einen erneuten Gipfel der Beliebtheit des streckenweise abschätzig genannten "Pornobalkens"?

Welche Bartform finden Frauen sexy?

Cosmopolitan-Redakteurin: Ist Bart wirklich sexy?

So richtig hip war der Schnurrbart nämlich das letzte Mal irgendwann zwischen 1850 und 1900, bevor er in den 1970ern durch maskuline Sexsymbole à la Burt Reynolds zweifelhafte Berühmtheit erlangte. Danach ging es mit der Popularität zunächst erst mal deutlich bergab. Zu seinem Wiederaufstieg verhalfen auch die anzüglichen Werbeanzeigen des amerikanischen Modelabels American Apparel, deren Gründer Dov Charney lange Zeit den Schnäuzer-Look zur Schau trug.

 

Der Schnurrbart als Symbol für die gute Sache

Heute ist der Schnurrbart nicht nur in der Mitte der Gesellschaft angekommen, sondern darüber hinaus Symbol für eine gute Sache: Jedes Jahr im November ruft die australische Stiftung Movember Männer dazu auf, sich im Dienste der Prostatakrebsforschung einen Oberlippenbart wachsen zu lassen und das Ganze medial zu dokumentieren. Die Aktion startete erstmals 2004 und wächst seitdem kontinuierlich.

Bartpflege: Alles Produkte für die Männer-Mähne wie Bartwichse

Bartpflege-Set: Was der Bart an Pflege braucht

Hast du jetzt Lust bekommen, dir auch mal einen Schnurrbart wachsen zu lassen? Welcher Typ soll es sein? Der Bleistift-, Walross- oder Zwirbelbart? Denn Schnurrbart ist nicht gleich Schnurrbart, je nach Bartwuchs eignen sich unterschiedliche Styling-Optionen. Der Bleistiftbart beispielsweise ist schmal und akkurat getrimmt, während die Walross-Variante eher dicht daherkommt und teilweise sogar über den Mund hinausragt. Der Zwirbelbart, wie man ihn von Kaiser Wilhelm II. kennt, erfreut sich vor allem bei Hipstern großer Beliebtheit. Er zeichnet sich dadurch aus, dass die äußeren Enden des Schnurrbarts eingedreht und zumeist nach oben gestylt werden.

 

Schnurrbart-Pflege: So geht's richtig

Doch egal, für welchen Typ du dich entscheidest: Um deinen Oberlippenbart in Form zu bringen, brauchst du Geduld und die richtigen Utensilien. Soll dein Schnäuzer klar definiert hervorstechen, empfiehlt sich zudem die Nassrasur der restlichen Barthaare. Zum Stutzen nimmst du am besten eine Bartschere, da du mit dieser filigraner arbeiten kannst als mit einem elektrischen Trimmgerät.

Mit einem Bartkamm als Hilfe ist es ein Leichtes, deinen Schnurrbart parallel zur Oberlippe abzuschneiden, sofern du nicht zum Typ Walross gehörst. Dass du dein Gesichtsfell regelmäßig waschen und am besten mit Bartöl behandeln solltest, versteht sich im Grunde von selbst. Zum aufwendigen Styling eignet sich darüber hinaus Bartwichse, allerdings kaum mehr als eine Fingerkuppe voll.

Mehr über Bärte:
Bartöl: Die beste Bart-Pflege für 3-Tage-Bart bis Vollbart
Bartfrisuren: Die besten männlichen Bart-Styles

Tags:
Copyright 2018 maennersache.de. All rights reserved.