Reise-Update

Schaurig schön: Die 13 düstersten Orte Deutschlands

Sie sind unheimlich, gruselig und auf ihre morbide Art schön. Vor allem aber sind sie direkt vor unserer Haustür: die 13 gruseligsten Orte Deutschlands.

Spreepark in Berlin
Der Spreepark in Berlin Foto: Travelcircus

Zwischen bizarren Knochenfunden in Höhlen, verlassenen Heilstätten und mysteriösen Villen hat Travelcircus 13 düstere Orte in Deutschland ausfindig gemacht, die Besuchern garantiert das Fürchten lehren.

Gespensterwald

Gespensterwald in Nienhagen
Gespensterwald in Nienhagen Foto: Travelcircus

Bei strahlendem Sonnenschein ist der Wald an der Ostseeküste in Nienhagen ein wunderschöner Ort. Doch wenn Nebel aufzieht und sich die großen, dürren Bäume im schummrigen Mondlicht zu unheimlichen Gestalten verwandeln, wird schnell klar, warum der Wald Gespensterwald heißt.

Da die Bäume bis zu 170 Jahre alt sind, haben salziger Wind und feuchte Meeresluft die Stämme und Kronen der Bäume deutlich gezeichnet: Die Äste scheinen in eine Richtung zu fliehen. Der Wald erstreckt sich über 1,3 km entlang der Ostsee. Perfekt also, um sich in der dunklen Jahreszeit bei einem Spaziergang so richtig zu gruseln.

Haus Fühlingen

Haus Fühlingen bei Köln
Haus Fühlingen bei Köln Foto: Travelcircus

1943 wird das Haus Fühlingen bei Köln zum Schlaflager einiger Zwangsarbeiter umfunktioniert. Im wohl irrtümlichen Glauben, einer der Arbeiter hätte sich seiner Tochter unsittlich genähert, lässt der Gutsbesitzer den 19-Jährigen ermorden – noch heute soll sein Geist über das Grundstück irren. Der Sage nach rächten überlebende Zwangsarbeiter den Tod des jungen Mannes und erschlugen kurze Zeit später einen Mitbewohner des Gutsherren.

Doch damit nicht genug: Das Haus wird Eigentum des ehemaligen NS-Richters Gerhard van K., welcher sich in der Silvesternacht 1962 im zweiten Stock des Gebäudes erhängt. Bis zum Jahr 2000 lebt seine Witwe weiter allein im Haupthaus.

2007 finden Jugendliche eine weitere Leiche im Haus Fühlingen. Auch dieser Mann soll sich im zweiten Stock erhängt haben. Zudem behaupten Geisterjäger, nach dem Verlassen der Villa von Geistern bis nach Hause verfolgt und verängstigt worden zu sein.

Teufelsberg

Teufelsberg in Berlin
Teufelsberg in Berlin Foto: Travelcircus

Der Teufelsberg im Westen Berlins gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen der Stadt. Konnte man früher einfach so das Gelände betreten, ist seit ein paar Jahren Eintritt zu zahlen. Wer mehr über die Geschichte der Abhörstation erfahren möchte, kann derzeit eine exklusive Führung buchen.

Wer einen besonders gruseligen Kick sucht, sollte den Teufelsberg in der Dämmerung besuchen und warten, bis es dunkel wird. Die idyllische Kulisse des Grunewalds verwandelt sich dann in ein mystisches Panorama.

Spreepark

Spreepark in Berlin
Spreepark in Berlin Foto: Travelcircus

Mitten im Berlins Stadtteil Treptow befindet sich ein verlassener Freizeitpark. Der Kulturpark Plänterwald, später Spreepark genannt, wurde 1969 zum 20. Geburtstag der DDR eröffnet und war der einzige große Vergnügungspark im Osten. Zahlreiche Fahrgeschäfte, Achterbahnen und Spielbuden lockten Groß und Klein in den Park – zur Blütezeit zählte der Freizeitpark bis zu 1,7 Millionen Besucher jährlich!

Doch 2002 war Schluss: Der Betreiber war insolvent und der beliebte Freizeitpark wurde geschlossen. Seitdem liegt das Gelände brach und entwickelte sich zu einem beliebten Lost Place mitten in Berlin.

Beelitz Heilstätten

Beelitz Heilstätten
Beelitz Heilstätten Foto: Travelcircus

Willkommen in der gruseligsten Klinik Deutschlands! Bei der Eröffnung 1902 galten die Heilanstalten von Beelitz als größtes und modernstes Krankenhaus der Welt. In über 60 Gebäuden erholten sich Patienten von der Lungenkrankheit Tuberkulose.

Heute sind die Heilstätten einer der beliebtesten verlassenen Orte Europas. Etwa 45 Minuten südlich von Berlin gelegen, zieht der Ort Hobbyfotografen, Geschichtsinteressierte und Filmteams gleichermaßen an. Die Heilstätten können derzeit außerdem über den Baumwipfelpfad besichtigt werden.

Erlebnisbad Basso

Nach der politischen Wende wurden viele Fördergelder in verschiedene Bauvorhaben gesteckt – so auch in Spaßbäder. Als 1993 das Erlebnisbad Basso eröffnete, war es das erste Spaßbad in den neuen Bundesländern und der Ansturm dementsprechend groß.

Doch schon bald wurden weitere moderne und spannende Erlebnisbäder in der Umgebung gebaut und so kam es, dass das Erlebnisbad 2009 endgültig geschlossen wurde. Seitdem verfällt das einst so beliebte Spaßbad in der Nähe von Leipzig und wurde zum beliebten Lost Place.

Rotenfels

Rotenfels im Gebiet Saar-Hunsrück
Rotenfels im Gebiet Saar-Hunsrück Foto: Travelcircus

Majestätisch reckt sich der Rotenfels im Gebiet Saar-Hunsrück 327 Meter dem Himmel entgegen und erstreckt sich dabei über eine Länge von 1.200 Metern. Vor allem in der Abenddämmerung scheint er sich idyllisch in die Landschaft einzubetten – wäre da nicht der unheimliche Spitzname, bei dem sich Wanderer lieber zweimal überlegen, ob sie den Fels wirklich erklimmen sollen.

Denn: Der Rotenfels bei Ebernburg wird auch “Suizidfelsen” genannt. Zahlreiche Menschen ließen hier bereits ihr Leben – viele freiwillig, andere verunglückten. Seither berichten Augenzeugen von schaurigen Erscheinungen wie Geistern und rätselhaften Licht-Phänomenen.

Schlosshotel Waldlust

Das verlassene Schlosshotel Waldlust in Freudenstadt wurde 1902 eröffnet. Das Grand Hotel erlangte schnell Weltruhm und so gingen Hochadel und High Society hier ein und aus. Doch mit dem zweiten Weltkrieg war alles auf einen Schlag vorbei. Das Hotel wurde zum Lazarett und viele Menschen verloren in den prunkvollen Räumen des einstigen Nobelhotels ihr Leben.

Später öffnet das Hotel zwar wieder, aber die Gäste bleiben weg. Grund hierfür könnten die sich häufenden Geistererscheinungen sein, von denen Angestellte berichteten. Immer wieder stand das Hotel kurzzeitig leer, bis es 2005 letztendlich komplett geschlossen wurde. Wer selbst herausfinden möchte, ob es in dem Hotel nun wirklich spukt, der kann bei einer kostenlosen Führung auf Geisterjagd gehen!

Ofnethöhlen

Die Ofnethöhlen im bayerischen Nördlingen erlangten überregionale Bekanntheit, als ein Forscher hier zu Beginn des 20. Jahrhunderts 33 Schädel von Frauen, Männern und Kindern fand. Bis heute weiß keiner so genau, was es mit dem grausamen Fund auf sich hat. Man vermutet jedoch, dass die Höhlen vor über 10.000 Jahren Schauplatz grausamer Rituale war – denn alle Schädel waren nach Westen ausgerichtet und zum Teil mit Schmuckbeigaben versehen.

Pestkapelle

Unzählige schaurige Geschichten ranken sich um die Pollingsrieder Kapelle in der Nähe von Weilheim. Die kleine Kapelle wurde im 18. Jahrhundert auf einem Pestfriedhof mitten im Wald erbaut. Man sagt, dass dort früher Pestopfer in die Brunnen geworfen wurden.

Noch heute sind die fünf Brunnen, die angeblich ein Pentagramm bilden, zu finden. Rund um die Kapelle soll es seither spuken und noch immer hält sich hartnäckig der Glaube, dass der ganze Wald verflucht sei. Kein Wunder also, dass es eine beliebte Mutprobe unter Jugendlichen ist, nachts im Wald die Kapelle aufzusuchen!

Halbinsel Wustrow

Die Halbinsel Wustrow an der Ostsee (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Dorf) ist der Öffentlichkeit bisher nicht legal zugänglich; zumindest nicht auf eigene Faust.

Bis in die 1990er Jahre wurde die 10 km² große Halbinsel militärisch genutzt, unter anderem zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges, als sich Hitler hier Luftwaffen vorführen ließ. Nach dem Krieg wurde Wustrow zum Spionagestützpunkt der Roten Armee umfunktioniert. Noch heute finden sich auf dem Gelände neben zerfallen Wohnsiedlungen und Ruinen Relikte der Kriegszeit, die nicht geortet werden können und ein Betreten der Halbinsel damit lebensgefährlich machen.

Burg Friedland

Bereits seit dem 13. Jahrhundert ist die Kleinstadt Friedland im Landkreis Oder-Spree für ihre Burganlage bekannt. Als eine der besterhaltenen Burgen in ganz Brandenburg gilt sie heute als beliebtes Ausflugsziel. Doch vor allem männliche Besucher sollten bei ihrem Besuch wachsam sein: Durch die Gänge wandelt der mordlustige Geist der Königstochter.

In ihrem Stolz soll sie einst zu Lebzeiten alle Verehrer abgelehnt haben. Der König, auf der Suche nach einem Erben, war schließlich so verbittert, dass er sie auf seinem Sterbebett verfluchte. Seither wandelt sie als Weiße Frau durch die Burganlage und verfolgt Männer still und heimlich, um sie von hinten zu erwürgen.

Michaelskapelle

Von außen sieht die Michaelskapelle in Oppenheim idyllisch aus, wirft man jedoch einen Blick durch die Gitterstäbe in das Beinhaus, stockt einem der Atem: Schädel und Knochen von über 3.000 Toten sind hier aufgetürmt. Im Mittelalter wurden im Kellerbereich sogar die Überreste von bis zu 20.000 Menschen aufbewahrt.

Der Grund dahinter ist etwas skurril: Nach einer Bevölkerungsexplosion fehlte es an Platz für neue Gräber, deswegen wurden alte ausgehoben und die Gebeine im Beinhaus gestapelt. Wer sich traut, kann bei einer speziellen Führung das ganze Gewölbe besichtigen!