Mystery-Update Sapsali: Die wahren Ghostbusters

Welt der Wunder 19.03.2019

Wenn es im Haus von Koreanern spukt, rufen sie Chae und Cho – die besten Geisterjäger des Landes. Tatsächlich werden der Sapsali-Hunderasse übersinnliche Fähigkeiten nachgesagt.

Sapsal-Hunde
Sapsali, die wahren Ghostbusters Foto:  Adobe Stock / ufokim

"Hier fliegen Teller durchs Haus", flüstert der Mann am Telefon hektisch. "Manchmal auch Becher. Ich glaube, es ist der Geist meiner Schwiegermutter."

Am anderen Ende der Leitung murmelt Jin Sagong ein paar mitfühlende Worte, dann wirft er einen Blick auf den Einsatzplan seiner Geisterjäger – ja, zwei von ihnen könnten bereits in wenigen Stunden vor Ort sein.

"Chae und Cho arbeiten auf eigene Faust", erklärt Sagong. "Sie lassen sich nicht gerne reinreden. Ansonsten sind sie recht pflegeleicht. Aber es wäre nett, wenn Ihre Frau die beiden einmal in der Woche badet …"

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"In Ihrem Haus spukt es? Die mobilen Geisterjäger helfen schnell und unverbindlich bei übernatürlichen Problemen aller Art" – so lautet Sagongs Werbeslogan, und er hat wirklich alle Hände voll zu tun.

Das Team des Koreaners besteht nämlich nicht etwa aus Menschen, sondern aus fünf Sapsalis – einer Hunderasse, die seit mehr als 1400 Jahren darauf gezüchtet ist, böse Geister auszutreiben.

 

Sapsali werden seit 1400 Jahren zu Ghostbusters ausgebildet

"Traditionell lebten die Hunde bei den Herden und wehrten angeblich Flüche ab", sagt Sagong. "Die Generäle der Silla-Dynastie gingen in keine Schlacht ohne einen Sapsali."

Sagongs Hunde-Team geht da etwas profaner zu Werke: "Ehrlich gesagt haben viele meiner Kunden gar kein Problem mit Geistern", sagt der Mann, "sondern mit ihrem Partner.

Sie streiten sich und glauben dann, der andere sei besessen. Aber das ist egal, die Hunde sind wunderbare Schlichter, denn sie zwingen die Menschen dazu, sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren.

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In den paar Tagen, die sie vor Ort sind, geben sie dem Leben meiner Auftraggeber eine feste Struktur. Sie vertreiben sozusagen die Geister der Vergangenheit. Und das hilft schon ungemein."

Manche Dinge allerdings – die sind wirklich unerklärlich. Und sie haben auch nichts mit schnöden Eheproblemen zu tun, wie Chae und Cho an diesem Nachmittag erfahren: "Ich habe es mit eigenen Augen gesehen", sagt Sagong.

"Teller fielen vom Tisch, obwohl kein Mensch in der Nähe war, und aus der Küche drang plötzlich so ein unheimliches Kichern." Der Geist der bösen Schwiegermutter? Wer weiß das schon. Chae und Cho jedenfalls nehmen es gelassen.

Routiniert verbellen die beiden den unsichtbaren Quälgeist, gleich zwei ganze Tage am Stück. Sicher ist schließlich sicher. Seitdem kam es zu keinerlei weiteren Vorfällen, das schwören jedenfalls die Eheleute – und alle ihre Nachbarn.

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