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Tierquälerei?

Russischer Zirkus lässt vom Aussterben bedrohte Art auftreten

Im Internet tauchen Aufnahmen von einem russischen Staatszirkus auf, indem ein Weißes Nashorn in der Manege vorgeführt wird.

Tiere in Zirkusmanegen vorzuführen ist hierzulande mittlerweile geradezu verpönt. So bekommt der traditionelle Zirkus Krone immer öfter Probleme, wenn er mit seinen Tieren durch die Lande zieht. In Russland geht man mit der Thematik noch weitaus gelassener um.

So tauchten zuletzt Video-Aufnahmen vom "Great-Mosow-Circus" auf, in denen ein vom Aussterben bedrohtes Weißes Nashorn zu sehen ist. Gerade einmal 20.000 Exemplare soll es von dieser Art noch geben. Umso bedenklicher, dass Mafa, so der Name des Nashorns, zur "Arbeit" in einem Zirkus verdammt ist.

Während sich das Tier in freier Wildbahn auf einem Territorium von etwa drei Quadratkilometern bewegt, hat sein Zirkuskäfig gerade einmal eine Größe von wenigen Quadratmetern. Artgerecht ist etwas anderes.

Nashorn-Trainer Sergey Nestrov sagt in einem Video, dass man das zwei Tonnen schwere Geschöpf aus Südafrika bekommen habe. Die Papierarbeiten hätten etwa ein Jahr in Anspruch genommen, um das Nashorn nach Russland zu holen.

Mittlerweile gibt es eine Online-Petition, die den Zirkus dazu bewegen will, Mafa wieder in die Wildnis zu entlassen. Ob die Unterzeichner mit ihrem Anliegen Erfolg haben werden, ist allerdings fraglich.

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