Gegen Fake-Bilder Retuschierte Modelbilder müssen gekennzeichnet werden

02.10.2017
Alles echt? Die meisten Model-Bilder sind heute nachbearbeitet
© iStock/IvanMikhaylov

Unser Nachbarland Frankreich macht es vor: Retuschierte Modelbilder müssen in Zukunft gekennzeichnet werden.

Gerade Männer schauen sich gerne schmachtend die perfekten Körper von Models auf großleinwandigen Plakaten oder in Hochglanzheften an.

Diese schönen Menschen ziehen einen geradezu in den Bann. Das Problem: Oft ist das gesehene einfach nicht real.

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Die Haut geglättet, die Augen vergrößert, den Hals verlängert die Taille verschmälert (siehe Video unten). Mädchen, aber auch vermehrt Jungen, sehen diese künstlichen Bilder und fühlen sich unter Druck gesetzt.

Allein in Frankreich leiden laut Spiegel Online etwa 600.000 junge Menschen an Essstörungen. Diese sind bei 15- bis 24-Jährigen sogar die zweithäufigste Todesursache nach Verkehrsunfällen. Ob das neue Gesetz eine Verbesserung mit sich bringt, ist umstritten.

Der Wissenschaftler Bryn Austin von der Harvard Universtität erklärt in der New York Times, er sehe das Gesetz jedoch als wichtiges Zeichen: "Frankreich sagt der Mode- und Werbeindustrie damit, dass es Zeit ist, sich verantwortlich gegenüber jenen Menschen zu verhalten, von denen ihre Branchen schließlich abhängen."

Aber auch die amerikanische Bildagentur "Getty Images" springt auf den Zug auf. Sie wollen keine Bilder mehr akzeptieren, in denen die Körper der Menschen nachbearbeitet wurden.

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