Wegen Hausfriedensbruch 76-Jährige sammelt Flaschen für bessere Rente. Jetzt ist sie vorbestraft

25.09.2017
Wegen Pfandsammeln: Eine Rentnerin wurde von der Deutschen Bahn verklagt
© iStock/mheim3011

Eine 76-jährige Frau besserte ihre Rente seit Jahren durch Flaschensammeln auf. Nun ist sie um 2.000 Euro ärmer und vorbestraft.

Wie die Münchner "tz" berichtet, sammelt Anna Leeb seit Jahren leere Dosen und Flaschen rund um den Hauptbahnhof der bayrischen Landeshauptstadt.

Früher habe sie auch im Bahnhof gesammelt. Als zwei Mitarbeiter der Deutschen Bahn sie jedoch dabei erwischten, erteilten sie ihr Hausverbot.

Die Begründung? Im Bahnhof gilt die Hausordnung der Deutschen Bahn, welche das Flaschensammeln untersagt.

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Laut "tz" betrat die 76-Jährige den Bahnhof vor kurzem jedoch erneut, um bei einer ihrer Touren auf die andere Seite des Gebäudes zu gelangen.

Leeb ist offenbar hüftkrank, weshalb sie Probleme hat, längere Strecken beschwerdefrei zu laufen.

Als sie im Bahnhof zwei leere Flaschen in ihren Wagen räumte, wurde dies von jenen zwei Bahnmitarbeitern beobachtet, die sie bereits zwei Jahre zuvor verwarnt hatten.

Die Deutsche Bahn leitete deshalb ein Verfahren wegen Hausfriedensbruchs gegen die Rentnerin ein.

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2.000 Euro Geldstrafe

Ein Gericht verurteilte sie schließlich zu 2.000 Euro Strafe. Außerdem ist Leeb nun vorbestraft.

Ein Bahn-Sprecher rechtfertigte die Maßnahme gegenüber der "tz" wie folgt:

"Wenn in den Abfallbehältern rumgewühlt wird, dann fällt eine Menge daneben. Sauberkeit ist für unsere Kunden ein wichtiger Punkt. Es geht nicht, dass ein Mülleimer durcheinandergebracht wird."

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