News-Update

Rentner liegt 8 Jahre lang tot in seiner Wohnung

Feuerwehrleute machten in Nordrhein-Westfalen eine grausige Entdeckung: Sie fanden den Leichnam eines 59-Jährigen, der bereits seit acht Jahren in einer Wohnung lag.

Außenansicht eines Wohnblocks in der Nacht
Die Einsamkeit der Städte Foto: iStock / Relentless_one

Grausame Entdeckung

Was für ein trauriges Schicksal: Der Rentner Heinz H. wurde tot in seiner Wohnung im nordrhein-westfälischen Senden gefunden, wo der 59-Jährige bereits vor acht Jahren verstarb. Neben ihm lag sein ebenfalls toter Hund Linus.

Feuerwehrleute machten die schreckliche Entdeckung, nachdem in dem siebenstöckigen Hochhaus, in dem Heinz H. lebte, der Keller brannte und alle Bewohner in Sicherheit gebracht werden mussten. Wieso aber wurde er all die Jahre von niemandem vermisst?

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Seltsamer Geruch

Heinz H. war offenbar sehr einsam, obwohl er einem Bericht der Bunten zufolge einen Sohn hatte. Seine Frau und er hatten sich getrennt, und seinen Job als Bäcker musste er aufgrund einer Mehlstauballergie aufgeben.

Nur seine Nachbarin Angelika H. warf hier und da mal ein Auge auf den Rentner. "Er war ein wirklich ganz besonders liebevoller Nachbar", erinnert sie sich. Sie hatte sich vor Jahren bereits Sorgen um Heinz H. gemacht, und einen seltsamen Geruch auf der Etage wahrgenommen.

Sie kontaktierte damals u. a. die Hausverwaltung und die Polizei, doch diese stellten keinen Leichengeruch fest. Dann kümmerte sich erst mal wieder niemand um den Verbleib des Mannes.

Unwürdiger Tod

Mit ihrem unguten Gefühl lag Angelika H. all die Jahre richtig, Heinz H. war in seiner Wohnung gestorben. Sein Hund Linus verhungerte dann elendig neben der Leiche seines Herrchens.

"So einen unwürdigen Tod hat Heinz wirklich nicht verdient", so Angelika H. Die Geschichte zeigt auf grausame Art und Weise, welche Folgen Einsamkeit haben kann.

In Deutschland fühlen sich über alle Bevölkerungsgruppen immer mehr Menschen sozial isoliert, wie die Bundesregierung auf Anfrage der FDP-Fraktion vergangenes Jahr mitteilte. Bei den 45- bis 84-Jährigen erhöhte sich der Anteil der Betroffenen zwischen 2011 und 2017 um 15 Prozent, wie der Tagesspiegel berichtet.