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News-Update

Rentenproblem: Kinderlose sollen Zusatzbeitrag zahlen

Jeder weiß mittlerweile, dass Norbert Blüm nicht recht hatte: Die Renten sind nicht sicher. Was aber tun, um die immer weiter klaffende Lücke zu schließen?

Münzstapel mit Buchstabenwürfeln darauf
Steigende Renten (Symbolbild) iStock / Fokusiert

Und täglich grüßt das Rententier

Die bisherige Vorgehensweise war immer die gleiche: Rentenbeitrag und Eintrittsalter erhöhen, Rentenleistung absenken. Die pure Motivation für die arbeitende Bevölkerung. Zeitgleich dürfen sich Rentner in regelmäßigen Abständen (besonders gerne vor Wahlen) über drei- bis vierprozentige Steigerungen ihrer Auszahlungen freuen. Einmal wie immer, bitte.

Zwei Jahre Beratungen für altes Konzept

Natürlich macht sich die Regierung Gedanken darüber, wie das Rentensystem auch zukünftig tragfähig bleibt. Allerdings laufen die Überlegungen doch sehr oft, um nicht zusagen immer, auf das gleiche, oben bereits beschriebene Prozedere hinaus.

Zwei Jahre lang hatte die Rentenkommission zuletzt getagt und beraten und gegeneinander abgewogen, um am Ende zu der Einsicht zu gelangen: Rentenbeitrag und Eintrittsalter erhöhen, Rentenleistung absenken. Da kann schon einmal gefragt werden, ob diese zwei Jahre Expertenarbeit nicht vielleicht an anderer Stelle sinnvoller hätten eingesetzt werden können.

Kritik

Kritik hagelt es denn auch aus diversen Richtungen. So befindet Joachim Ragnitz, der stellvertretende Geschäftsführer der Niederlassung Dresden des Ifo-Instituts, dass sich bezüglich der Überlgungen zum Rentensystem nahezu überhaupt nicht getan habe:

„Die Kommission hat deutlich herausgearbeitet, dass die Finanzierung der gesetzlichen Rente langfristig nicht gesichert ist. Sie zieht aber keine weitergehenden Schlussfolgerungen aus diesem Befund“
Joachim Ragnitz

Überhaupt sei hier ein bürokratischer Wasserkopf entstanden, der sich immer weiter aufblähen will. Zur Lösung der allgemeinen Rentenlücke soll sich ein sogenannter Alterssicherungsbeirat gründen. Und dies auch erst frühestens 2026.

Kinder - Je mehr, desto besser

Die Union wehrt sich gegen diese Vorwürfe und will mit einem Konzept dagegenhalten. Sie möchte Rentenbeiträge mit Zusatzprozenten belasten, je nachdem, ob und wie viele Kinder in einem Haushalt vorhanden sind.

Nach ihrer Vorstellung zahlen Kinder ein ganzes Prozent mehr Rentenbeitrag, Eltern mit einem Kind 0,5 Prozent. Bei zwei Kindern gilt der reguläre Beitrag, Eltern mit drei Kinder oder mehr zahlen 0,5 Prozent weniger. Ab drei Kindern, so die Überlegung, erhält jeder Elternteil einen Abschlag von 0,5 Prozent, pro Kind allerdings maximal ein Prozent für beide Elternteile.

Darüber hinaus ist geplant, die volle Rente erst nach 47 Jahren Arbeit zu gewähren, unabhängig vom Alter.

Fazit

Es liegen also doch Überlegungen bezüglich der Aufrechterhaltung unseres Rentensystems vor, allerdings laufen auch diese auf das gleiche, altbekannte Ergebnis hinaus: Mehr zahlen, länger Arbeiten, weniger bekommen.

Was für Aussichten. Es wäre wirklich besser, man könnte sich jetzt schon Renter nennen.

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