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Rekord-Auktion: Shakespeare-Erstausabe sprengt alle Dimensionen

Ist etwas faul im Staate Dänemark? Vielleicht, aber in New York, bei einer spektakulären Rekordversteigerung, ging alles mit rechten Dingen zu.

Shakespeare-Ausgabe
Shakespeare-Ausgabe (Symbolbild) Foto: iStock / DNHanlon

Shakespeare-Erstausgabe

"Haben oder nicht Haben, das ist hier die Frage", hieß es in leichter Abwandlung eines klassischen Zitats aus Shakespeares "Hamlet". Ein glücklicher Bieter darf sich jetzt Besitzer einer Erstausgabe von Shakespeares Werken, der sogenannten "First Folio", nennen.

Zur Information: Von den ehemals 750 im Jahre 1623 gedruckten Exemplaren existieren heutzutage deutlich weniger und nur fünf sind in Privatbesitz. Jetzt ist der New Yorker Sammler Stephan Loewentheil als sechster Besitzer dazugestoßen.

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Rekordgewinn bei Auktion

Das Auktionshaus Christie's konnte für das seltene Werk einen Rekordgewinn von 9,978 Millionen US-Dollar einheimsen. Der vorherige Rekord für ein versteigertes Buch – ebenfalls eine First Folio-Ausgabe – lag bei etwa sechs Millionen US-Dollar.

Erwartet wurden vor der Auktion "nur" etwa vier bis sechs Millionen US-Dollar. Aber man selbst kennt das Phänomen (im deutlich kleineren finanziellen Rahmen, natürlich) vermutlich von eBay: Wenn sich auch nur zwei Bieter ineinander verhaken, kann es mit dem Preis plötzlich sehr steil nach oben gehen. So auch hier. Nach einem sechsminütigen Bieterwettstreit war der alte Rekord pulverisiert.

First Folio dank zweier Freunde

Die maßgebende Erstausgabe hat die kulturelle Welt übrigens zwei Freunden Shakespeares zu verdanken: John Heminge und Henry Condell.

Die beiden brachten sieben Jahre nach seinem Tod die First Folio heraus. Die Hälfte der damals gesammelten Theaterstücke (18 von 36) wurden zum damaligen Zeitpunkt erstmalig veröffentlicht.