News-Update Reichster Chinese erwartet 72-Stunden-Woche

Michael | Männersache 15.04.2019

Alle Reichen sind Workaholics, sonst wären sie ja nicht reich geworden, oder? Zumindest auf Chinas reichsten Mann trifft dies zu. Das Problem: Alle seine Mitarbeiter sollen das gleiche Pensum abreißen wie er.

Jack Ma
Chinas reichster Mann: Jack Ma Foto:  Getty Images / Lintao Zhang
 

Jack Ma befiehlt 996

Jack Ma ist Gründer des Online-Marktplatzes Alibaba, quasi Chinas Antwort auf eBay. Und er hat klare Vorstellungen davon, wie lange die Arbeitswoche für seine Angestellten zu sein hat.

Er selber lebt es vor: 996. Die Zahl ist folgendermaßen zu verstehen: Von neun Uhr morgens bis 21 Uhr abends und das sechs Tage die Woche.

 

Zitate verursachen Aufruhr

Zitiert wird Ma mit den Worten "Ich persönlich denke, dass die Möglichkeit, 996 zu arbeiten, ein großer Segen ist. Viele Unternehmen geben einem nicht die Möglichkeit, 996 zu arbeiten. Wenn man aber nicht 996 arbeitet, während man jung ist, wann soll man denn dann 996 arbeiten?"

Unternehmerin Natalie Brennan kritisiert die Millenials (Symbolfoto).
Chefin sauer, weil junge Leute nicht mehr unbezahlt für sie arbeiten wollen

Auf Online-Plattformen und in den sozialen Medien regt sich Widerstand gegen diese Einstellung. Anonym wird darauf hingewiesen, in Chinas Arbeitsgesetzen sei verankert, dass eine Wochenarbeitszeit von 40 Stunden nicht überschritten werden sollte.

Das hält Ma allerdings nicht davon ab, verbal noch einmal nachzulegen: "Jeder will Erfolg und Anerkennung, jeder will ein nettes Leben. Wie aber soll man das erreichen, wenn man nicht härter arbeitet als andere?"

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