Mystery-Update

Pyramiden-Rätsel gelöst: So stapelten die Ägypter gigantische Steinblöcke übereinander

Gemessen an Eifelturm, Empire State Building oder Burj Khalifa sind die Pyramiden von Gizeh geradezu winzig. Dennoch sind sie ein Triumph menschlicher Willens- und wohl auch Leidenskraft.

Die Pyramiden von Gizeh
Die Pyramiden von Gizeh Foto: iStock / karimhesham

Aber wie haben die alten Ägypter das nur geschafft? Die Cheops-Pyramide ist knapp 140 Meter hoch und jeder massive Steinquader wiegt mindestens 2,5 Tonnen, vor allem die unteren teilweise deutlich mehr.

Natürlich war zunächst der quantitativ massive Einsatz von menschlicher Arbeitskraft notwendig. Aber auch unendlich viele Sklaven benötigten immer noch ein ausgeklügeltes System, um die Steine in eine derartige Höhe zu wuchten.

Die Forschung ist seit etwa 2500 Jahren an diesem Thema dran und möglicherweise ist im Jahre 2018 ein, vielleicht sogar der Durchbruch erzielt worden.

Ein Team der Universität Liverpool hatte bei der Untersuchung eines Alabaster-Steinbruchs in Hatnub eine Rampe aus der Zeit des Pharaos Cheops entdeckt und freigelegt.

Die Untersuchungen ergaben, dass zu beiden Seiten der Rampe Baumstämme in Löcher gepflanzt waren, um die jeweils Seile gespannt wurden, die an ihrem anderen Ende jeweils an einer Seite des Schlittens, der die Steine zog, angebunden waren. Arbeiter unterhalb des Schlittens zogen dann selbigen mit Muskelkraft nach oben.

Die alten Ägypter machten sich also möglicherweise die Funktion einer Seilwinde in Kombination mit einer Rampe zunutze. Diese Technik funktionierte ungefähr bis zu einem Neigungswinkel von 20 Grad.

Wissenschaftler sind sich mittlerweile sicher, dass auf diese Weise auch die großen Pyramiden errichtet wurden.

Nach wie vor unklar ist dagegen, was sich in den per Ultraschallmessung gefunden Hohlräumen tief im Inneren der Pyramiden befindet.

Wie lange wird es noch dauern, bis wir den uralten Bauwerken ihre letzten Geheimnisse entrissen haben?