Wegen Fußball-WM Skandal: Russlands Hunde-KGB macht Jagd auf zigtausend Hunde

Tobias | Männersache 02.02.2018
"Hunde KGB" reinigt Russlands Städte
© iStock / Jorge Guerrero

Tierschützer schlagen Alarm. In Russland werden streunende Hunde erschossen, vergiftet und verletzt auf den Müll geworfen, um die WM-Städte "sauber" zu bekommen.

Russland putzt sich heraus. In etwa fünf Monaten beginnt die FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft und da will man sich natürlich von der besten Seite präsentieren. Wenn Fans aus der ganzen Welt anreisen, sollen die WM-Städte glänzen.

Streunende Hunde passen da nicht so ins Bild. Etwa zwei Millionen der herrenlosen Tiere werden allein an den WM-Austragungsorten vermutet. Darum soll der Kremel laut einer Petition den Auftrag erteilt haben, die Städte "reinigen" zu lassen. Von einer "Hunde-KGB" ist die Rede.

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"Am 1. September 2017 begann das massenweise blutige Töten streunender Hunde und Katzen", heißt es in einer Petition an den Präsidenten der Fifa, Gianni Infantino, wie Bild schreibt.

Ungewöhnlich ist das Vorgehen aber nicht. Bereits in den Vorbereitungen zur EM 2012 in der Ukraine gab es ähnliche Säuberungs-Aktionen. Hier wurden etwa 7000 Straßenhunde monatlich gefangen.

Damit Russland keinen Image-Schaden nimmt, forderte Vize-Premierminister Witali Mutko die Städte auf, zeitweilige Tierheime für die Streuner einzurichten. Doch Tierschutzaktivistin Angela Alina Seipold sagte zu Bild: "Es wurden z.B. in Moskau bisher keine weiteren temporären Tierheime geschaffen."

Im Video: Reiterin peitscht Tierschützerin aus

 

Mittlerweile wächst auch der Druck auf die Fifa, da sie tatenlos zusehe. Doch ein Sprecher weist die Anschuldigungen zurück: "Die Fifa duldet in keiner Weise stillschweigend die grausame Behandlung wilder und streunender Tiere. Diese Verantwortung nehmen wir ernst."

Genau Zahlen über getötete Tiere in Russland gibt es allerdings nicht. "Das Problem ist, dass viele russische Tierschützer Angst haben darüber zu berichten, geschweige denn dagegen vorzugehen", erklärt Hundeaktivistin Seipold. Man hoffe aber, durch Tierschützer in Europa, auf die Problematik aufmerksam machen zu können.

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