Future Funeral Makaber? Diese Beerdigungs-Maschine verwandelt dich in fruchtbare Erde

Redaktion Männersache 30.04.2018
Die schwedische Biologin Susanne Wiigh-Mäsak hat die Promator-Beerdigungs-Maschine entwickelt, welche Leichen mit dem Promession-System in fruchtbare Erde verwandelt
© Promessa Organic

Heutzutage sind die Optionen, wie nach dem Tod mit unseren Körpern verfahren werden kann, nahezu grenzenlos. Egal ob Mumifizierung oder menschliche Pilz-Farm – der Post-Mortem-Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Solltest du deine sterblichen Überreste wie ein ökologisch-denkender Superschurke entsorgen wollen, kannst du das ab sofort mithilfe eines Prozesses namens "Promession" tun. Die schwedische Bilogin Susanne Wiigh-Mäsak hat das Konzept in 20 Jahren Arbeit entwickelt.

Bei ihrer Erfindung handelt es sich ein aufwendiges Verwesungs-System, das einen Korpus zunächst einfriert, ihn anschließend zu Staub vibriert und dann dehydriert.

Umweltfreundlich und effektiv

Laut Erfinderin ist dies das umweltfreundlichste Beerdigungsverfahren, das jemals entwickelt wurde. Als ausgebildete Biologin und leidenschaftliche Gärtnerin sei Wiigh-Mäsak laut eigener Aussage besorgt gewesen, was herkömmliche Bestattungs-Methoden dem Erdboden antun.

Der beste Weg für organische Substanzen in die Erde zurückzukehren, sei ihr zufolge ein natürlicher Verwesungs-Prozess, wie er auch bei handelsüblichen Komposthaufen zu beobachten ist.

Dort zerfallen die Materialien und werden zu einem nährstoffreichen Dünger, der die Erde zu einem gesunden Nährboden für neu heranwachsende Pflanzen und Tiere macht.

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Wiigh-Mäsak stieß es deshalb übel auf, wie biologisch nicht abbaubare Särge verwesende Körper davon abhielten, auf diesem natürlichem Wege wieder in den Erdboden übergehen. Bei der Einäscherung im Krematorium sah sie wiederum die Energie, die für das Verbrennen der Körper notwendig ist, als verschwendet an.

Ganz zu schweigen von den gefährlichen Metallen, die während des Prozesses in die Luft entlassen werden. Die Idee ihrer Promession war geboren. Der komplexe Prozess besteht aus fünf unterschiedlichen Schritten.

Während des ersten Teils wird der Körper aus dem Sarg entfernt - in dem er während der Beerdigung oder Leichenbeschau lag - und in die vollautomatische "Promator"-Maschine gelegt.

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-196 Grad Celsius

Anschließend wird der Korpus mithilfe von flüssigem Stickstoff zu einem großen Block gefrorenen Fleisches geschockfrostet.

Die Zieltemperatur für die Eis-Leiche beträgt hierbei -196 Grad Celsius, da die Überreste ab dieser Temperatur auseinanderbrechen.

Anstatt traditionelle Wege der Pulverisierung zu nutzen - wie beispielsweise die knochenbrechenden Prozesse im Krematorium - verarbeitet der Promator die Leiche den Körper druch Vibrationen innerhalb weniger Minuten in feinste Partikel.

Tests mit Schweinen

Nachdem die Leiche adäquat zerkleinert wurde, werden die Überreste gefriertrocknet, um alle überflüssigen Flüssigkeiten zu extrahieren.

Zu diesem Zeitpunkt besitzt der Körper nur noch 30 Prozent seines ursprünglichen Gewichtes und weißt keine Ähnlichkeit mehr zu menschlichem Gewebe auf.

Im Anschluss werden mithilfe eines weiteren Prozesses sämtliche Metalle aus den Überresten entfernt.

So eliminiert man alle potenziell gefährlichen Mineralien, die aus Zahnfüllungen, Prothesen oder anderen Körperquellen überlebt haben könnten.

Zu guter Letzt werden die Überreste in einem biologisch abbaubaren Behältnis aus Mais- oder Kartoffelstärke eingelagert.

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Dieser "ultragrüne Sarg" wird dann in einem oberflächlichen Grab rund 30-50 Zentimeter unter der Erdoberfläche begraben, wo es noch immer in Kontakt mit der obersten Erdschicht steht.

Innerhalb von 6 bis 18 Monaten haben sich die sterblichen Überreste laut Wiigh-Mäsak  - die bereits 1997 die Firma "Promessa Organic", um ihre "Promession" voranzutreiben - dann in frische, neue Erde verwandelt.

Zwar konnte das Verfahren bisher nicht am Menschen getestet werden. Erste Versuche an Schweinen sollen jedoch erfolgreich verlaufen sein.

Im Video unten kannst du dir den Prozess im Detail anschauen.

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