Gaming-Update "Netflix für Spiele": Microsoft entwickelt Streaming-Dienst für Games

Tomasz | Männersache 14.03.2019

Microsoft will die Spielebranche revolutionieren. Die Pläne sind aber keine neuen Spielekonsole, sondern ein Streaming-Dienst für Games, eine Art "Netflix für Spiele".

Microsoft will das Streamen von Spielen revolutionieren
Microsoft will das Streamen von Spielen revolutionieren Foto:  Microsoft

Ähnlich wie Netflix und andere Video-on-Demand-Angebote, soll auch der Spiele-Steaming-Dienst aus dem Hause Microsoft das Spielen von Videogames überall, jederzeit und von jedem Gerät aus ermöglichen.

Mir "Project xCloud" will sich der Software-Gigant als Vorreiter in Sachen Videospiel-Streaming etablieren – und das schon 2019.

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Die Vorteile des Streamings

Physische Datenträger haben es immer schwerer. In der Filmbranche stagnieren die Verkaufszahlen von DVDs und Blu-rays, Streaming-Dienste sind nicht umsonst so beliebt. Denn streamen kann man von überall, jederzeit und auf jedem Gerät. Man braucht keinen speziellen Player, TV oder andere Abspielgeräte. Bei Videospielen ist das noch nicht der Fall: Spielekonsolen brauchen einen Fernseher und Controller; PC-Spiele ebenfalls eine stationäre Hardware.

Durch das Streaming (von Filmen) haben viel mehr Menschen Zugriff auf das Medium, weil es leicht und simpel zu bedienen ist. Bei Videospielen soll das auch so werden. Auch Games sollen im Stream verfügbar werden, um mehr Spieler zu erreichen. Das ist das Ziel von "Project xCloud".

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Microsofts Spiele-Streaming-Dienst "Project xCloud"

Das Streamen von Filmen und Serien ist für Abonnenten von Netflix und Co. relativ leicht. Sofern eine stabile Internetverbindung vorhanden ist, ist ein in der Regel problemlosen Schauen möglich. Ein gelegentliches Buffering eines Videos, wenn man es im Bus oder im Park sehen möchte, ist verkraftbar. Beim Spielen allerdings wäre ein plötzliches Buffern verheerend.

Microsoft möchte dieses Problem so weit wie möglich ausgleichen, indem es seine weltweiten Rechenzentren nutzt und die Spieler geografisch mit der ihnen am nächsten stehenden Verbindung abgleichen soll.

"Wir haben genauso viele Möglichkeiten, einen Abonnementservice aufzubauen, als alle anderen", sagte Satya Nadella, CEO von Microsoft, gegenüber Journalisten bei einem Einladungstreffen der Redakteure in der Microsoft-Zentrale im Januar.

"Wir haben einen großen Vorteil: Wir haben nämlich eigene Spiele", sagte Nadella weiter und bezieht sich dabei unter anderem auf die "Halo"- und "Forza"-Spielereihe.

 

Zwei neue X-Boxen in Arbeit

"Das gleiche Team, das mit Xbox One X eine beispiellose Leistung erbracht hat, befasst sich intensiv mit der Entwicklung der nächsten Xbox-Konsolen", hieß es im Juni 2018.

Gerüchte besagen, dass Microsoft derzeit an gleich zwei neuen Konsolen arbeitet, die innerhalb derselben Generation koexistieren: Eine kleinere, weniger kostspielige Xbox, die möglicherweise aufs Streamen von Videospielen ausgerichtet ist. Und eine größere, traditionellere und teurere Xbox, die das stationäre Spielen weiterentwickeln soll (vielleicht sogar das Streamen).

Ein Windows-Central-Report gibt an, dass die Konsolen die Codenamen "Lockhart" und "Anaconda" tragen.

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