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Film-Kritik

"Predator – Upgrade": Kritik zur Rückkehr des Jägeraliens

Der Predator kehrt zurück und es dürstet ihn wieder nach Menschenblut. Shane Black nimmt bei der heiß erwarteten Fortsetzung Platz auf dem Regiestuhl und liefert genau das, was man von ihm erwartet – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Der Predator in Aktion
Der Predator in Aktion Der Predator in Aktion Twentieth Century Fox

Sein Debüt feierte der Predator 1987. Damals musste sich Arnold Schwarzenegger der Bedrohung aus dem All stellen und schoss sich im Handumdrehen dank eingeölter Muskeln und simpler Story in die Herzen der Genrefans. Schon drei Jahre später folgte Teil zwei, diesmal mit Danny Glover in der Hauptrolle. 2004 und 2007 gab es in "Alien vs. Predator 1 +2" ein brutales Zusammentreffen der beiden galaktischen Monster, bevor der Jäger 2010 seinen vorerst letzten Auftritt im von Robert Rodriguez produzierten "Predators" hatte.

Der Predator wie man ihn kennt und liebt

Für "Predator – Upgrade" zeichnet Shane Black verantwortlich, der für die Inszenierung des sechsten Kinofilms des zähnefletschenden Monsters prädestiniert scheint. Einerseits, weil er bereits im Original an der Seite von Schwarzenegger gegen das Alien kämpfte, andererseits, weil er immer wieder ein Händchen für coole Sprüche, testosterongeladene Protagonisten und kurzweilige Action bewies – all das also, was man von einem Männerabendfilm erwartet. Und der Erfinder der "Lethal Weapon"-Reihe, Autor des unterschätzten "Last Boy Scout" mit Bruce Willis in der Hauptrolle sowie Regisseur von "Iron Man 3" und "The Nice Guys" enttäuscht nicht und liefert in seinem neuesten Film jede Menge blutige Action, lässige Oneliner und harte Kerle.

Boyd Holbrook spielt den Elitesoldaten Quinn McKenna, der zufällig die Landung des Predatoren beobachtet und daraufhin von der Regierung festgenommen wird. Währenddessen aktiviert sein Sohn eine Alienwaffe und lockt somit einen weiteren Killer auf die Erde, der auf der Suche nach dem ersten Predator ist. Es dauert nicht lange, bis beide Killermaschinen aufeinandertreffen und McKenna gemeinsam mit einer Handvoll kampferprobter und draufgängerischer Mitgefangener die Predatoren bekämpfen und seinen Sohn retten muss.

Begleitet wird das wild zusammengewürfelte Rettungskommando von Casey Bracket (Olivia Munn), der einzigen Frau im Film, die nicht nur einen scharfen Verstand hat, sondern auch genauso scharf schießen kann – fraglich, ob das Teil ihrer universitären Ausbildung zur Biologin war oder sie einfach nur in ihrer Freizeit gerne mit allerlei automatischen Schusswaffen hantiert. Der Versuch, eine starke und emanzipierte Frau einzuführen, gelingt aufgrund dieser kleinen Ungereimtheit nur bedingt und wirkt unglaubwürdig. Mag komisch klingen, in diesem Film von Unglaubwürdigkeit zu sprechen, Tatsache aber ist, dass Munns Figur keinen entscheidenden Mehrwert für die Story bietet.

Der Predator kennt keine Gnade

"Predator – Upgrade" (im Original einfach nur "The Predator") ist ein Film von Männern für Männer. Die Befürchtung, die Macher könnten in der Hoffnung auf eine geringere Altersfreigabe und somit ein besseres Einspielergebnis die Kunstblutbeutel zuhause lassen, erweist sich als haltlos. Der Predator kennt gewohnt kein Gnade, zerfetzt seine Gegner ohne mit der Wimper zu zucken (wenn er denn überhaupt eine hat) und lässt menschliche Eingeweide nicht selten Frischluft schnuppern. Und auch die Oneliner-Dichte ist wieder Black-typisch vorhanden und sorgt für die gewollten Lacher.

Einzig das Finale wirkt etwas einfallslos, als ob den Machern zum Ende hin der Weltraumsprit ausgegangen wäre. Nach all dem Spannungsaufbau, der auf das Finale hinarbeitet, ist man bisschen enttäuscht, dass der Film mit einer derart generischen und etwas vorhersehbaren Mensch-Alien-Jagd im Wald gipfelt. Man hat seinen Spaß, wird aber das Gefühl nicht los, dass da mehr drin wäre.

Eine "Predator"-Trilogie?

Die finale Szene teasert einen weiteren Predator-Film an. Und sollte der Streifen sein Geld einspielen, ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis ein neuer Teil erscheint, zumal sich sowohl der Produzent John Davis als auch Shane Black dafür aussprachen. Letzterer sagte: "Ich würde gerne sagen, dass wir eine Trilogie planen, aber eins nach dem anderen; in der Filmsprache heißt es, ein Film nach dem anderen." Wir sind gespannt, was die kommenden Monate für News mit sich bringen.

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