Wer kennt diesen Mann? Polizei bittet um Hinweise - Pfleger soll Mord begangen haben

Redaktion Männersache 06.03.2018

Grzegorz Stanislaw W. aus München soll einen Mord und vier versuchte Morde begangen haben. Der Pfleger sitzt in Untersuchungshaft. Die Polizei bittet um mögliche Hinweise aus der Bevölkerung, um mehr über den Mann zu erfahren.

Polizei bittet um Hinweise - Pfleger soll Mord begangen haben
Foto:  Polizei

Es war Rosenmontag, der 12. Februar, als Grzegorz Stanislaw W. den Tod eines Patienten meldete. Der Pfleger rief den Notarzt an und erzählte, er habe den 87-Jährigen leblos in seinem Bett gefunden. Doch die Todesursache war nicht ganz schlüssig, sodass die Ermittler skeptisch wurden. 

Sie forschten im Umfeld des Pflegers und fanden heraus: Gegen W. war in der Vergangenheit wegen Körperverletzung gegenüber einem von ihm betreuten Patienten ermittelt worden. Der 36-Jährige wurde daraufhin von der Polizei vernommen.

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Ermittler fanden Geld und Insulin-Ampullen bei W. 

Der Verdacht auf Mord verdichtete sich, als die Angehörigen des verstorbenen 87-Jährigen feststellten, dass Wertgegenstände in der Wohnung fehlten. Bei einer Durchsuchung fanden die Beamten in den Taschen W. zwei EC-Karten des Toten, PIN-Nummern und 1.210 Euro. 

Doch damit nicht genug: Der gebürtige Pole spritzte seinem Opfer Insulin. Entsprechende Ampullen wurden ebenfalls bei Grzegorz Stanislaw W., die Leiche hatte zudem Einstichstellen, die zu dem gefundenen Insulin-Stift passten. Der Verdächtige gab zu, dem Mann das Blutzucker senkende Hormon gespritzt zu haben. Mehr wollte er nicht sagen.

Außerdem fanden die Beamten heraus, dass der in München wohnhafte Pfleger seit 2008 in Deutschland und England über 20 Menschen als ungelernte Pflegekraft betreut hatte - wovon vier Personen mit lebensbedrohlichen niedrigen Blutzuckerwerten ins Krankenhaus eingeliefert wurden. 

Alle überlebten, doch eine weitere Person, die der Pfleger betreute, verstarb wegen noch ungeklärter Umstände. Kurz nach seinen Taten setzte sich der Pole mit unbekanntem Ziel ab. Seine damaligen Jobs verlor er wegen seines aggressiven Verhaltens. Hinter dem Motiv für seine Taten vermuten die Ermittler Habgier. 

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Polizei ermittelt bundesweit in dem Fall

Nicht ganz klar ist, ob W. weitere Pflege-Patienten geschädigt oder sogar getötet hat. Daher bittet die Polizei um Mithilfe von Zeugen, die wissen, wo und für wen der Pole noch gearbeitet hat. 

Wer Hinweise geben kann, wird gebeten sich mit dem Polizeipräsidium München unter der Telefonnummer 089/2910-0 oder mit jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

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