Bayern Politik gibt Wölfe zum Abschuss frei - Naturschützer entsetzt

Redaktion Männersache 03.08.2018

Umweltminister Marcel Huber hat angekündigt, dass Wölfe auf nicht zu schützenden Almen abgeschossen werden dürfen. Es regt sich Protest.

Zweiter Wolf erschossen
Foto:  iStock/s-eyerkaufer

Huber traf sich am Mittwoch mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, Bauministerin Ilse Aigner und Agrarministerin Michaela Kaniber in Oberbayern. Beim Treffen wurde auch die Angst der Bauern vor Wolfsangriffen thematisiert.

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Die Regierung zeigte sich hilfsbereit und versprach Unterstützung: "Die Alm ist bislang auch ohne den Wolf ausgekommen", sagte Söder. Eine Weidekommission soll die potenzielle Gefahr für die Weidetiere durch die Wölfe prüfen und gegebenenfalls harte Maßnahmen anordnen.

Christine Margraf vom Bund Naturschutz in Bayern (BN) hält nicht viel von diesen Ideen. Sie betont, dass es keine Wolfsrudel gäbe, sondern nur einzelne Wölfe, die das Gebiet durchqueren. "Entnahmen von einzelnen Tieren lösen das Problem nicht, weil ja immer wieder Wölfe kommen", sagt Margraf.

Dies soll nicht bedeuten, dass der BN sich nicht um die Weidetiere sorgt, im Gegenteil. So fordert Margraf gesetzliche Grundlagen für präventive Maßnahmen gegen Wolfsangriffe. Es brauche neue Konzepte, um Herden zu lenken, zum Beispiel mit Zäunen oder Hunden. In den Alpen laufen die meisten Weidetiere frei herum.

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