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Plagiats-Skandal: Annalena Baerbock gesteht

Annalena Baerbock schwieg bisher zu den Plagiatsvorwürfen zu ihrem Buch. Nun allerdings vollbringt die Grünen-Kanzlerkandidatin eine Wende und gesteht Fehler ein.

Annalena Baerbock
Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock Foto: Getty Images / JOHN MACDOUGALL

Der Wissenschaftler Stefan Weber hat in Annalena Baerbocks Buch "Jetzt: Wie wir unser Land erneuern" mehrere Stellen gefunden, die zum Teil identisch aus anderen Texten übernommen wurden.

Wären es Zitate mit entsprechenden Quellenangaben, wäre es kein Problem. Leider fehlt an zahlreichen Stellen jeder Hinweis auf eine Fremdquelle. Plagiatsvorwürfe wurden laut.

Annalena Baerbock gesteht Fehler ein

Direkt nach Bekanntgabe setzte sich die Grünen-Kanzlerkandidatin mit den Vorwürfen nur zaghaft auseinander. Stattdessen war vonseiten der Grünen von "Rufmord" einer "Dreckskampagne" die Rede.

In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung lenkt Baerbock nun aber doch ein und räumt Fahler ein. "Rückblickend wäre es sicherlich besser gewesen, wenn ich doch mit einem Quellenverzeichnis gearbeitet hätte."

Bis dato rechtfertigte sich Baerbock auch damit, dass es sich bei ihrem Buch nicht um ein Sachbuch handle und dass es deswegen keine Fußnoten gäbe. In einem Talk vergangene Woche gesteht die 40-Jährige, dass "ganz viele Ideen von anderen" in ihren Text eingeflossen sind.

"Ich habe kein Sachbuch geschrieben, sondern das, was ich mit diesem Land machen will – und auf der anderen Seite die Welt beschrieben, wie sie ist, anhand von Fakten und Realitäten", zitiert die Bild-Zeitung die Politikerin.