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Männerhelden

Was macht Pierre Richard heute?

Pierre Richard war "Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh", sein kongenialer Partner aus früheren Tagen ein gewisser Gerard Depardieu. Was macht Pierre Richard heute?

Pierre Richard, Ende der 70er
Pierre Richard, Ende der 1970er imago images / United Archives

Pierre Richard im Porträt

Pierre Richard wird am 16. August 1934 als Pierre Richard Maurice Charles Léopold Defays in Valenciennes geboren. Schon früh macht sich sein komödiantisches Talent bemerkbar.

Seine Paraderolle ist des sympathischen Tollpatsches, wie er ihn zum Beispiel in "Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh" spielt. Dieser Film bedeutete auch den internationalen Durchbruch für ihn.

Richard hat nach der Schauspielschule zunächst kleinere Auftritte in Kabaretts, der Pariser Oper oder kleineren TV-Produktionen. Einem größeren Publikum fällt er das erste Mal in "Alexander, der Lebenskünstler" von 1967 auf.

Die erste Hauptrolle spielt er in seinem eigenen Regiedebüt "Der Zerstreute", indem er abermals einen leicht linkischen, aber gutmütigen Normalbürger spielt.

Dann kommt, wie bereits erwähnt, der Film, mit dem er mehr oder weniger über Nacht bekannt wird – in Deutschland. In Frankreich selbst fristet er zunächst ein Nischendasein.

Der große Erfolg in Deutschland basiert auf der Arbeit von Rainer Brandt, der den Film etwas umschneidet und sich beim Synchronisieren deutliche Freiheiten nimmt.

Es wirkt: Der Film feiert in Deutschland große Erfolge, was dann schließlich auch seine Aufnahme in Frankreich stimuliert. Pierre Richard hat es geschafft, er ist ein europäischer Filmstar.

In der Verwechslungskomödie, die zugleich eine einzige große Persiflage auf das Genre des Spionagethrillers ist, wird der von Richard gespielte Geiger mit einem Geheimagenten verwechselt und gerät darauf in eine absurde Situation nach der anderen.

Das Klischee des ewigen Tollpatsches

Der Erfolg des Films ist in Deutschland so groß, dass seine weiteren Filme im Deutschen immer wieder Bezug auf "Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh“ nehmen, obwohl sie inhaltlich mit diesem nichts gemein haben:

"Der große Blonde mit dem blauen Auge" (1974), "Der lange Blonde mit den roten Haaren" (1974), "Der lange Blonde und die kleine Schwarze" (1975), "Der Sanfte mit den schnellen Beinen" (1978), "Der große Blonde auf Freiersfüßen" (1988).

Zwischen 1981 und 1986 entstehen die sogenannten "Buddy Movies", die ihn an der Seite von Gerard Depardieu zeigen. Wieder spielt er den Tollpatsch, Depardieu hingegen den hartgesottenen und stets schwer von ihm genervten Partner.

Die besagten Komödien "Der Hornochse und sein Zugpferd", "Zwei irre Spaßvögel" und "Die Flüchtigen" sind in Frankreich so erfolgreich, dass sie alle ein amerikanisches Remake bekommen.

In den 90ern versucht Richard das Image des ewigen Tollpatsches abzulegen und spielt ernsthafte Rollen. "Die Rezepte eines verliebten Kochs" (1996), "27 Missing Kisses" (2000) oder "Das Findelkind" (2000) finden jedoch keinen großen Anklang.

Was macht Pierre Richard heute?

Pierre Richard 2018
Pierre Richard 2018: Immer noch ein schelmisches Lächeln! Getty Images / Francois lo Presti

Obwohl Richard weiterhin in vielen Filmen zu sehen ist, erreiche davon nur noch wenige das deutsche Publikum. Dazu gehören "Und wenn wir alle zusammenziehen?" (2011), mit Jane Fonda, Geraldine Chaplin und Daniel Brühl.

Sein komödiantisch-tollpatschiges Talent blitzt noch einmal auf in der Komödie "Monsieur Pierre geht online" (2017) und in "Die Sch'tis in Paris" (2018).

Mittlerweile ist Pierre Richard 85, denkt aber nicht ans Aufhören. So steht er aktuell für die Komödie "Brutus VS Cesar" vor der Kamera. Der Film wird voraussichtlich im April 2020 in die französischen Kinos kommen.

Über den Privatmenschen Richard ist wenig bekannt. Seit 1986 betreibt er das Weingut "Château Bel Évêque" in der südfranzösischen Stadt Gruissan und ist seit 1992 mit seiner Frau, dem ehemaligen brasilianischen Model Ceyla Lacerda verheiratet.

Seine beiden Söhne Olivier und Christophe sind Musiker und haben auch schon Musik für den Soundtrack einer seiner Filme komponiert. Sein Enkel Arthur Defays arbeitet übrigens als Model.

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