Dildo-Bulle

"Penis-Terrorist" verübt Dildo-Anschlag auf Wall-Street-Bullen

Er ist das Symbol der dem Kapitalismus innewohnenden Kraft, der ultra-aggressiv dargestellte "Charging Bull" aus Bronze im Financial District in Lower Manhattan. Was liegt näher, als diesem seinerseits die Hörner aufzusetzen – in Form von 100 bunten Dildos?

Wallstreet-Bulle mit 100 Dildos bestückt
Wallstreet-Bulle mit 100 Dildos bestückt Foto: Facebook / Vice

Er will es als eine Form des politischen Protests gegen Putin verstanden wissen, sagt Jeff Jetton, der "Künstler", der jüngst den wilden Bronze-Bullen mit 100 bunten Dildos bestückt hat. Und so ist es sicherlich auch kein Zufall, dass die Aktion an dem Tag stattfindet, an dem Trump und Putin in Helsinki eine denkwürdige Pressekonferenz geben.

Nachdem alle Gummi-Schwengel gut über die Statue verteilt sind (inklusive jeweils eines Dildos auf jedem der mächtigen Bullen-Eier), schwingt sich Jeff dann noch auf den Rücken des Stieres und zieht sich eine Putin-Maske aufs Gesicht. Und dann passiert…nichts.

Erstaunlich. Denn man könnte ja eigentlich davon ausgehen, dass eine allseits beliebte Touristen-Attraktion, die sich auch noch im hochsensiblen Financial District befindet, schwer bewacht und vor derartigem Unfug geschützt würde.

Ehrlich gesagt wäre doch eigentlich das gängigste Szenario, dass Jetton von den zahlreich vertretenen Cops sofort ins Reich der Träume getasert wird, noch bevor er den ersten Dildo platzieren kann. Aber nein. Nichts.

Woran liegt das? An der Uhrzeit. Selbst die "city that never sleeps" ist zumindest ein leichter Morgenmuffel. Und als Jeff Jetton um 05.30 Uhr morgens mit seiner Sex-Toy-Entourage beim Bullen aufkreuzt, ist noch niemand da. Bis auf zwei verschlafene Arbeiter, die einen Truck entladen.

Will man also den Stier bei den Hörnern packen, hat Morgenstund tatsächlich Gold im Mund und der frühe Vogel platziert die Dildos.

Wer sich den kompletten Stunt in epischer Breite anschauen möchte, dem sei das Video (unten) empfohlen.