Gesellschaft

"Gewalttätig, egoistisch, faul" - Radikale Feministin Pauline Harmange feiert Männerhass

Männer sind "gewalttätig, egoistisch, faul". Dieses Pauschalurteil fällt die Feministin Pauline Harmange.

Pauline Harmange
Pauline Harmange sorgt mit ihrem Essay "Ich hasse Männer" für Wirbel Foto: YouTube/Mos Majorum

Mit ihrem Essay "Ich hasse Männer" hat Pauline Harmange bereits in ihrem Heimatland Frankreich für einen Aufschrei der Empörung gesorgt. Die 25-jährige Autorin ist gewillt, Männerhass zum Gegenstand der gesellschaftlichen Debatte zu machen - im Sinne der Gleichberechtigung der Geschlechter.

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Pauline Harmange: "Ich hasse Männer"

Harmange empfiehlt in ihrer umstrittenen Schrift dem vielerorts grassierenden Frauenhass einfach mit Männerhass zu begegnen, um somit Widerstand zu leisten. Zudem beschreibt sie Männer als "gewalttätig, egoistisch, faul und feige".

Der Berater des Ministeriums für Gleichstellung in Frankreich wollte nach Veröffentlichung juristisch gegen den Verlag von Harmange vorgehen. Das Ergebnis: Der Essay wurde im ganzen Land bekannt und ist nun auch in deutscher Übersetzung erschienen.

Versuch einer Einordnung

Harmange schreibt unter anderem: "Misandrie macht den Männern Angst, weil sie ihnen signalisiert, dass sie sich unsere Aufmerksamkeit erst verdienen müssen."

Misandrie

Misandrie ist ein Begriff, der aus dem 19. Jahrhundert stammt und die geringere Wertigkeit von Männern bzw. die höhere Wertigkeit von Frauen beschreibt.

Und weiter: "Ich stelle fest, dass hinter jedem Mann, der sein männliches Privileg zumindest ansatzweise reflektiert, mehrere Frauen stehen, die ihm in harter Arbeit die Augen geöffnet haben."

So pauschal die Kritik auch auf den ersten Blick anmutet, ist sie doch auch das Ergebnis des grassierenden Frauenhasses auf der Welt - und letztendlich nur die neu formulierte Einladung zur Debatte. Harmange formuliert in erster Linie eine systemische Kritik am Patriarchat - doch bereits auf der zweiten Ebene müssen sich tatsächlich alle Männer angesprochen fühlen.

Harmange: "Männer nicht mögen, bedeutet, eine Wut zu verkörpern, die über individuelle Befindlichkeiten hinausgeht; es bedeutet, Konfrontationen zu provozieren."