News-Update

Unfassbar! Passagierinnen am Flughafen zu Intimuntersuchungen gezwungen

Auf dem internationalen Flughafen von Doha wurden Passagierinnen zu Intimuntersuchungen gezwungen - das hat ein Nachspiel.

Flugzeug auf Rollfeld
In Doha wurden Passagierinnen zu Intimuntersuchungen auf dem Flughafen gezwungen (Symbolfoto) Foto: iStock/Chalabala

Passagierinnen zu Intimuntersuchungen gezwungen

Am 2. Oktober 2020 wurden 18 Passagierinnen zur Untersuchung ihres Intimbereiches gezwungen, weil zuvor in einer Mülltonne des Flughafens ein ausgesetzter Säugling gefunden wurde.

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Auf dem Rollfeld untersucht

Nach Angaben der Regierung des Golfemirats Katar war es das Ziel der Untersuchungen, die "Täter dieses gewaltsamen Verbrechens an der Flucht zu hindern". Nach Angaben des australischen TV-Senders Seven News wurden die Frauen aus Flugzeugen geholt und in einem Krankenwagen auf dem Rollfeld untersucht.

Dafür sei den Frauen die Unterwäsche entfernt und ihr Intimbereich untersucht worden, um festzustellen, ob eine von ihnen kürzlich ein Kind auf die Welt gebracht hat.

Wie geht es dem Säugling?

Unter den betroffenen Frauen sollen insgesamt 13 Australierinnen gewesen sein. Australiens Premierminister Scott Morrison bezeichnete den Vorfall am 28. Oktober als "entsetzlich und inakzeptabel".

Die Regierung Katars hat mittlerweile mitgeteilt, dass sie "jegliche Qual oder Verletzung persönlicher Freiheiten" der Reisenden bedauere, verweist ihrerseits aber auf die Kürze der Zeit, die blieb, um die Verantwortliche zu stellen. Zudem erklärten die politischen Entscheidungsträger, dass der Säugling in einer Plastiktüte und unter Müll aufgefunden wurde und derzeit in Doha medizinisch versorgt werde.

Eine "umfassende, transparente Untersuchung" des Vorfalls vonseiten Katars soll folgen.