Datenleck in der Steueroase Paradise Papers: Wie die reichsten Ein-Prozent den Rest der Welt prellen

Tobias | Männersache 06.11.2017

Mit den Paradise Papers sind 13,4 Millionen Dokumente der Süddeutschen Zeitung zugespielt worden, die belegen, wie die Reichsten der Reichen ein perfides Spiel mit dem Rest der Menschen spielen.

Paradise Papers - Wie uns die Reichsten betrügen
© iStock/IreneCorti, alfexe, kupicoo

"Es ist genug für alle da, es ist nur ungleich verteilt." So ähnlich steht das Zitat auch auf der deutschen Seite der Hilfsorganisation Oxfam. Hier wird auch darauf hingewiesen, dass ein Prozent der Weltbevölkerung die Hälfte des gesamten Weltvermögens besitzt.

Dass diese "ein Prozent" alles tun, damit das so bleibt, zeigen die gerade veröffentlichten Paradise Papers. 13,4 Millionen Dokumente wurden der Süddeutschen Zeitung zugespielt. Gemeinsam mit dem NDR und dem WDR wurden die Dokumente ein Jahr lang mit 400 Journalisten des International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) ausgewertet.

Wie schon die Panama Papers zeigen auch die Paradise Papers, wie Milliardäre, Politiker und Konzerne mithilfe von Anwaltskanzleien ihr Vermögen verschleiern, Milliarden-Summen an Steuern vermeiden oder gar hinterziehen. Im Fokus stehen dieses Mal die Kanzleien Appleby und Estera.

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Mike McIntire von der New York Times zeigt sich laut ARD geschockt: „Es geht nicht so sehr um Illegales, vielmehr darum, wie sie Steuern ganz legal vermeiden. Das ist eigentlich noch empörender als kriminelle Energie.“

Die Spuren führen zu Sportstars sowie ins Kabinett von Donald Trump, aber auch zu deutschen Milliardären und Unternehmen. So zählt die SZ Namen auf wie: Sixt, Deutsche Post, Siemens oder auch der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD).

Während Schulen verrotten, Rentenarmut droht und mancherorts die öffentliche Infrastruktur kurz vor dem Kollaps steht, kommen die Reichsten der Reichen ihrer gesellschaftlichen Verpflichtung nicht nach und andere Länder helfen ihnen dabei.

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